Ducati Panigale V4R - © Ducati

© Ducati – Ducati Panigale V4R: Die Serienversion reizt das Preislimit voll aus

(Motorsport-Total.com) – Mit 39.900 Euro Listenpreis reizt Ducatis V4-Superbike in der R-Version die Preis-Obergrenze in der Superbike-WM beinahe komplett aus.

Maximal 40.000 Euro darf ein Homologations-Modell kosten. Die Superbikes der Konkurrenz liegen teilweise deutlich unter diesem Limit. Entsprechend weniger teure Technologien können dann in diese Modelle einfließen.

Besonders Yamaha setzt sich dafür ein, das Limit herabzusetzen. Die R1M kostet in Deutschland etwa 26.000 Euro. Die Basis-R1 kommt auf unter 20.000 Euro. „Yamaha hat sich dafür eingesetzt, die Preis-Obergrenze herabzusetzen. Aber Ducati hat das abgelehnt“, erklärt Yamaha-Teammanager Paul Denning im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

Da Ducati nicht zustimmt, bleibt die Preis-Obergrenze unverändert. „Für eine Entscheidung müssen alle Hersteller zustimmen. Es ist offensichtlich, welche Gründe Ducati hat“, spielt Denning den hohen Verkaufspreis der V4R an. „Yamaha wollte die Preis-Obergrenze senken und ich denke, dass die anderen japanischen Hersteller zugestimmt hätten. Doch es ist, wie es ist.“

Ducati hat keine Probleme, die extrem teure R-Version zu verkaufen. Die hohe Nachfrage nach der V4R überraschte die Italiener. Die japanischen Hersteller könnten den gleichen Weg einschlagen und ebenfalls 40.000 Euro teure Homologations-Modelle anbieten, die extreme Leistungen erreichen und aufwendigere Technologien beinhalten.

Einige Experten bezweifeln aber, dass Yamaha, Kawasaki und Honda für diese Maschinen ausreichend Abnehmer finden können. „Ich glaube nicht, dass es so schwierig ist für die Japaner, ein teures Motorrad zu verkaufen“, kontert Denning und erinnert sich an eine ganz besondere Version der R1.

„Im vergangenen Jahr präsentierte Yamaha die Replika der Suzuka-Maschine mit vielen Zubehörteilen. Der Preis lag bei 35.000 oder 40.000 Euro. Binnen fünf Minuten war alles ausverkauft. Die Nachfrage wäre schon vorhanden“, bemerkt Denning. „Wir werden in der Zukunft mehr Druck auf Yamaha ausüben, solche Motorräder zu bauen, weil die Nachfrage für spezielle Maschinen vorhanden ist.“

Die Listenpreise der 2020er-Serienmaschinen:
Ducati Panigale V4R – 39.900 Euro
Yamaha R1M – 25.999 Euro
Kawasaki ZX-10RR – 25.995 Euro
BMW S1000RR – 18.900 Euro
Honda CBR1000RR-R Fireblade SP – noch kein Preis bekannt

Text von Sebastian Fränzschky

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Eine Antwort auf Ducati gegen den Rest: Preis-Obergrenze in der WSBK sorgt für Diskussionen

  1. Bernd Neuhaus

    Bei aller Begeisterung für die Technik, wenn man nicht selber Rennen fährt, ist das total überdimensioniert. Im normalen Betrieb ist man da je schon fast im Standgas für alle Situationen viel zu schnell für die Rennleitung.
    Das spannende an den Superbikes war irgendwie die Nähe zur Serie, die ja auch schon relativ war. Aber mit einem Straßenbike konnte man das eine oder andere Sahnehäubchen montieren und war näher dran.
    Mittlerweile sind wir nahe bei MotoGP für die Landstraße.

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