© Ducati - Nicky Hayden trieb die Entwicklung für 2011 in Valencia auch am Mittwoch voran

Bestzeiten konnte sich Ducati auch am zweiten Testtag in Valencia nicht gutschreiben lassen, doch die Wochenbilanz des italienischen Herstellers fällt überaus positiv aus: Nicky Hayden konnte einige Fortschritte im Hinblick auf 2011 erzielen und Valentino Rossi freundete sich in Spanien mit seinem neuen Arbeitsgerät an. Nun muss Ducati die erhaltenen Informationen bündeln und auswerten.

Dies geschieht in Kürze im Rahmen eines internen Meetings, meint Ducati-Chef Filippo Preziosi. „Nach diesen beiden Testtagen werden wir ein Ducati-Meeting abhalten, wobei wir entscheiden wollen, welchen Weg wir auf Seiten des Motors einschlagen werden – Big-Bang oder Screamer. Unsere Daten deuten bisher auf den Big-Bang hin“, hält der Italiener in Valencia fest.

„Sowohl Nicky als auch Vale sehen darin einen Fortschritt. Dieses Triebwerk scheint besser bedienbar zu sein und verschafft unseren Fahrern wohl auch mehr Vertrauen. Unser Entschluss wird jedenfalls auf der genauen Analyse der Informationen beruhen und sich an weiteren Dingen orientieren, die wir beim Test gelernt haben. Das Ziel ist natürlich, Valentino zu ermöglichen, wie Valentino zu fahren.“

Big-Bang oder Screamer, das ist hier die Frage…

„Wir wissen, wie wir das Bike verbessern müssen, um das zu erreichen – vor allem im Hinblick auf die Front. Er hat uns einige präzise Angaben gemacht, jetzt müssen wir diese Daten umsetzen“, erläutert Preziosi. „Ich würde gerne die Steifigkeit des Chassis verändern und die Gewichtsverteilung sowie die Geometrie modifizieren. Wir hätten ihm gerne die Möglichkeit gegeben, schneller zu sein.“

„Er hat aber trotzdem alle beeindruckt, obwohl das nicht der Fall war – durch seine Arbeitsweise, seine ruhige Herangehensweise und seine positive Grundeinstellung. Wenn du ganz vorne stehst, bist du natürlich entspannt. Die Ruhe zu bewahren, wenn man einmal nicht ganz vorne steht, bedeutet, dass du ein großer Fahrer bist“, findet der Ducati-Chef, hat aber auch Lob für Hayden übrige.

„Nicky hat wie immer ebenfalls hart gearbeitet“, sagt Preziosi. „Auf dem neuen Bridgestone-Pneu konnte er eine schnelle Runde hinlegen und war auch auf gebrauchten Reifen flott unterwegs. Das ist ebenfalls sehr positiv. Jetzt müssen wir daran arbeiten, unseren beiden Piloten für den nächsten Test ein konkurrenzfähiges Bike hinzustellen.“ Doch zunächst heißt es: „That’s it! Die Saison ist zu Ende.“

Hayden freundet sich mit dem neuen Reifen an

So beginnt die Zusammenfassung von Hayden. „Wir hatten einen positiven Tag“, fügt der US-Amerikaner hinzu. „Wir probierten den Screamer-Motor aus und es war nicht einfach, zwischen den Aggregaten hin- und herzuwechseln. Wichtig war aber, beide ausgiebig zu testen, um ausreichend Daten für eine bedeutsame Entscheidung zu sammeln. Ich tendiere dazu, beim Big-Bang zu bleiben.“

„Wir werden allerdings gemeinsam einen Entschluss fassen. Insgesamt bin ich zufrieden, denn wir waren recht schnell. Wir wissen: Noch ist einiges zu tun, doch wir sind bereit dafür. Wir versuchten uns noch an einem neuen Bridgestone-Reifen, der mir sehr gut gefallen hat. Damit gelang mir meine schnellste Runde“, sagt Hayden. „Mit den Rennreifen vom Sonntag war ich nur wenig langsamer.“

„Wir probierten noch einige weitere Dinge aus, die mir zugesagt haben. Wir müssen aber noch weiter testen. Vielen Dank an alle Beteiligten im Team. Sie haben großartige Arbeit geleistet – wie immer“, hält der Ex-Champion abschließend fest. Rossi durfte sich auch im Anschluss an den zweiten Testtag nicht zur Ducati GP11 äußern – der italienische Superstar muss vertraglich bedingt schweigen…

Text von Stefan Ziegler

Motorsport-Total.com
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