Scott Redding - © Motorsport Images

© Motorsport Images – BSB-Champion Scott Redding auf der Ducati Panigale V4R

(Motorsport-Total.com) – Scott Redding hinterließ auch beim Jerez-Test einen starken Eindruck. Der WSBK-Rookie war konstant schnellster Ducati-Pilot und ließ Teamkollege Chaz Davies alt aussehen.

Davies stürzte am ersten Tag bereits in Runde zwei und kam am zweiten Tag nicht über die 15. Position hinaus. Während Redding insgesamt 87 Runden drehte, kam Davies nur auf knapp 30 Runden.

Somit deutet momentan einiges darauf hin, dass Redding in die Fußstapfen von Alvaro Bautista treten könnte. „Mein oberstes Ziel ist es, das Motorrad und das Team kennenzulernen sowie das Verhalten der Reifen zu verstehen, um eine solide Basis zu schaffen. Ehrlich gesagt bin ich sehr zufrieden mit dem, was wir bisher erreicht haben“, kommentiert Redding.

Der BSB-Champion beendete den ersten Vorsaison-Test des Jahres auf Position drei. „An diesen beiden Tagen hatte ich ein gutes Gefühl, auch wenn das Wetter keine Hilfe war. Ich fühle mich im Nassen und im Trockenen wohl. Es gibt einige Bereiche, die wir verbessern müssen. Doch die Balance ist sehr positiv“, so Redding.

Die Runden auf nasser Strecke nutzte Redding intensiv. „Ich konnte im Nassen viel Selbstvertrauen aufbauen. Das ist wichtig, weil ja auch im Nassen Rennen fahren. Ich wollte das bestmöglich nutzen. Zum Glück hatten wir aber auch ein paar Runden im Trockenen, bei denen wir mit Slicks fahren konnten“, berichtet der Brite.

Wie gut funktioniert die Ducati beim Portimao-Test?
Für den finalen Test vor der Reise nach Australien hat Redding klare Ziele. „Wir müssen an der Hinterrad-Haftung arbeiten. Portimao ist eine Strecke, auf der das sehr gut geht“, schildert der ehemalige MotoGP-Pilot, der Portimao bisher nur vom BSB-Test im Vorjahr kennt.

Redding ist gespannt, wie die Ducati auf der Berg- und Talbahn in Portugal funktioniert: „Ich fuhr das Motorrad bisher in Aragon, Valencia und Jerez. Das sind flache Kurse mit einem flüssigen Layout. Okay, Aragon hat ein paar Höhenunterschiede.“

Nach dem Portimao-Test haben die WSBK-Piloten nur noch die beiden Testtage auf Phillip Island, bevor es Ende Februar ernst wird. „Ich fühle mich bereit. Von Beginn an fühlte ich mich bereit. Bereits beim ersten Test hatte ich ein gutes Gefühl für das Motorrad. Es ist das gleiche Motorrad, der gleiche Crewchief und ein neues Team, das sehr stark ist. Es sind nur ein paar kleine Dinge, die wir noch verfeinern müssen“, so Redding.

Chaz Davies gesteht, dass es in Jerez Probleme gab
Chaz Davies kann noch nicht behaupten, bereit zu sein. „Wir haben uns mit dem Motorrad beschäftigt. Deshalb konnte ich mich nicht auf schnelle Rundenzeiten konzentrieren“, verteidigt der Waliser das schwache Abschneiden.

„Ich kann nicht verbergen, dass wir bei diesem Test auf einige Probleme stießen. An den beiden Tagen in Portimao sollten wir deutlich konkurrenzfähiger sein“, prophezeit Davies. „Die Basis ist sehr gut, doch wir müssen viele Runden zusammenbringen. Deshalb hoffe ich, dass wir in Portugal und Australien vier trockene Tage haben. Das würde es uns erlauben, beim ersten Rennen der Saison bestmöglich vorbereitet zu sein.“

Die Zeiten vom Test in Jerez (Donnerstag):
1. Jonathan Rea (Kawasaki) – 1:40.983 Minuten
2. Toprak Razgatlioglu (Yamaha) – 1:41.214
3. Scott Redding (Ducati) – 1:41.407
4. Alex Lowes (Kawasaki) – 1:41.642
5. Michael van der Mark (Yamaha) – 1:42.707
6. Leon Haslam (Honda) – 1:42.797
7. Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) – 1:43.384
8. Alvaro Bautista (Honda) – 1:43.579
9. Michael Rinaldi (Go-Eleven-Ducati) – 1:43.789
10. Federico Caricasulo (GRT-Yamaha) – 1:43.811
11. Tom Sykes (BMW) – 1:44.014
12. Maximilian Scheib (Orelac-Kawasaki) – 1:44.153
13. Garrett Gerloff (GRT-Yamaha) – 1:44.214
14. Sandro Cortese (Barni-Ducati) – 1:44.258
15. Chaz Davies (Ducati) – 1:44.276
16. Sylvain Barrier (Brixx-Ducati) – 1:44.322
17. Leandro Mercado (Motocorsa-Ducati) – 1:44.451
18. Eugene Laverty (BMW) – 1:44.543
19. Christophe Ponsson (Aprilia-Testteam) – 1:47.058

Die Zeiten vom Test in Jerez (Mittwoch):
1. Leon Haslam (Honda) – 1:52.149 Minuten
2. Michael van der Mark (Yamaha) – 1:52.180
3. Garrett Gerloff (GRT-Yamaha) – 1:52.213
4. Scott Redding (Ducati) – 1:52.508
5. Loris Baz (Ten-Kate-Yamaha) – 1:52.660
6. Tom Sykes (BMW) – 1:53.097
7. Alex Lowes (Kawasaki) – 1:53.246
8. Toprak Razgatlioglu (Yamaha) – 1:53.494
9. Federico Caricasulo (GRT-Yamaha) – 1:53.676
10. Alvaro Bautista (Honda) – 1:54.824
11. Leandro Mercado (Motocorsa-Ducati) – 1:55.361
12. Maximilian Scheib (Orelac-Kawasaki) – 1:55.884
13. Eugene Laverty (BMW) – 1:56.015
14. Sylvain Barrier (Brixx-Ducati) – 1:56.105
15. Christophe Ponsson (Aprilia-Testteam) – 1:56.542
16. Chaz Davies (Ducati) – 1:58.684
17. Sandro Cortese (Barni-Ducati) 1:59.030
18. Michael Rinaldi (Go-Eleven-Ducati) – 2:04.148
19. Jonathan Rea (Kawasaki) – ohne Zeit

Text von Sebastian Fränzschky

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