Maverick Vinales - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Zuletzt raste Maverick Vinales mit der Aprilia dreimal auf das Podest

(Motorsport-Total.com) – Vor exakt einem Jahr kam es zur Trennung zwischen Maverick Vinales und Yamaha.

Nach dem ersten Spielberg-Rennen wurde der Spanier vor die Türe gesetzt, weil er die M1 nicht ordnungsgemäß bedient hatte. Vinales hatte in der Auslaufrunde die Drehzahl in die Höhe getrieben, was zu Schäden hätte führen können.

Es waren seine letzten Meter auf einer Yamaha. Wenige Wochen später saß er in Aragon zum ersten Mal auf der Aprilia. Sein Anpassungsprozess dauerte. Zuletzt stieg seine Formkurve steil an. Wichtig war hierfür auch der Montagstest in Barcelona.

Dort stellte Aprilia die neue Aerodynamik vor, mit veränderter Seitenverkleidung. Auf dem Sachsenring war er erstmals auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen Aleix Espargaro. Aber ein Defekt beim Ride-Height-System führte zum Ausfall.

In Assen raste Vinales von Startplatz elf auf das Podium. Und in Silverstone qualifizierte er sich erstmals mit der RS-GP für die erste Startreihe. Wieder stand der Spanier auf dem Podest und kämpfte zum Schluss sogar um den Sieg.

„Maverick macht es sehr gut“, lobt Aleix Espargaro. „Es stimmt, dass er in Silverstone schon früher mit Suzuki und Yamaha spektakuläre Dinge gemacht hat. Er hat mit beiden gewonnen. Aber er macht qualitativ Fortschritte. Vor allem macht er das stabil.“

Eine wesentliche Rolle spielt bei Aprilia Massimo Rivola. Der Motorsportchef hat im Hintergrund als Manager die richtigen personellen und strukturellen Änderungen vorgenommen, die die italienische Marke konkurrenzfähig gemacht haben.

„Dass Maverick zu uns gekommen ist, war ein Traum“, sagt Rivola gegenüber der spanischen Edition von ‚Motorsport.com‘. „Wir dürfen nicht vergessen, dass er zu einem Zeitpunkt zu uns gestoßen ist, als einige junge Fahrer unsere Angebote abgelehnt hatten.“

„Was wir ihm damals zeigen konnten, plus die Ratschläge von Aleix, haben eine Rolle bei seiner Entscheidung gespielt. Seine Fortschritte sind seither evident. Er hat uns aber immer versichert, dass er schnell sein wird, wenn er sich auf dem Motorrad wohlfühlt.“

Vinales erhält 2023 neuen (alten) Crewchief
Rivola hat es auch verstanden, ein Team rund um Vinales zu formen, in dem er sich wohlfühlt. Für das nächste Jahr gibt es in seiner Crew eine Änderung. Crewchief Giovanni Mattarollo wechselt ins neue Satellitenteam RNF.

Von Suzuki wechselt dafür Jose Manuel Cazeaux zu Aprilia. Derzeit ist Cazeaux der Crewchief von Alex Rins. Als Vinales in den Jahren 2015 und 2016 für Suzuki fuhr, bildete er mit Cazeaux das Erfolgsgespann.

„Maverick kam in einer für ihn schwarzen Phase zu uns“, sagt ein Mitglied seiner Aprilia-Crew. „Er brauchte eine Gruppe von Menschen um ihn herum, die ihm zuhören und ihm geben, was er braucht. Es ist essenziell für ihn, dass er sich wohlfühlt.“

„Meiner Meinung nach hat er nun ein Level erreicht, das man von jemandem mit seinen Qualitäten erwartet. Die Ruhe, die er jetzt um sich herum hat, wird ihm helfen, noch etwas mehr zu finden. Der Wechsel war für ihn riesig. Größer als die Leute realisieren.“

„Als er Suzuki verlassen hat und zu Yamaha kam, fand er ein ähnliches Motorrad vor, das aber ein wenig besser war. Diesmal war der Unterschied zwischen der Yamaha und der Aprilia gewaltig“, denkt der Ingenieur an die unterschiedliche Motorcharakteristik.

Auch privat hat Vinales mit seiner Frau Raquel Stabilität gefunden. Vor allem seit Tochter Nina auf der Welt ist, sieht man beide oft glücklich mit dem Kinderwagen im Fahrerlager.

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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