Garrett Gerloff vs Jonathan Rea - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Garrett Gerloff rutschte in die Kawasaki von Weltmeister Jonathan Rea

(Motorsport-Total.com) – GRT-Yamaha-Pilot Garrett Gerloff fiel bereits in seiner WSBK-Debütsaison durch eine sehr aggressive Fahrweise auf.

Beim Rennen in Magny-Cours stürzten die BMW-Werkspiloten nach einem kontroversen Manöver in Kurve 1. Beim Saisonauftakt in Aragon war Gerloff erneut in einen Zwischenfall verwickelt. Dieses Mal legte sich der US-Pilot mit Weltmeister Jonathan Rea an.

In der Schikane vor der langen Gegengeraden zog Gerloff innen am Weltmeister vorbei und stürzte, als er auf gleicher Höhe war. Rea musste seine Motocross-Fähigkeiten auf die Probe stellen und hatte Glück, sich wieder im Feld einreihen zu können.

Der Titelverteidiger holte Platz zwei. Gerloff bekam für das Manöver eine Long-Lap-Penalty, entschied das Duell mit Jonas Folger (zu Folgers Reaktion) für sich und wurde am Ende noch Siebter.

Rea akzeptiert Gerloffs Entschuldigung im Parc Ferme
Nach dem Rennen steuerte Gerloff direkt auf Rea zu, um sich zu entschuldigen.“Er hat die Entschuldigung angenommen und das weiß ich zu schätzen“, bemerkt Gerloff. „Ich konnte mir den Vorfall bereits im TV anschauen. Es tut mir sehr leid. Es war zu 100 Prozent meine Schuld. Es war mein Fehler“, kommentiert der Yamaha-Pilot.

„Es war nicht mein Plan, ihn zu überholen“, schildert Gerloff. „Wir bremsten gleichzeitig. Er bremste härter als ich. Ich reagierte und zog so stark ich konnte am Bremshebel, doch das reichte nicht aus. Meine Möglichkeiten wurden geringer.“

„Ich entschied mich, die Bremse zu lösen und innen durchzustechen, um ihn nicht zu berühren. Doch das gelang nicht. Es war mein Fehler und es tut mir sehr leid“, so der GRT-Yamaha-Pilot. „Nach dem Sturz fühlte ich mich gut und davor auch. Ich hatte die Chance, ums Podium zu kämpfen. Ich ärgere über mich selbst.“

Trotz des Vorfalls kann Rea seine WM-Führung ausbauen
Und was sagt Rea zum Manöver seines Gegners? „Zum Glück kam ich nicht zu Sturz. Das Motorrad verkeilte sich mit meiner Maschine. Ich ging intuitiv ans Gas und konnte dadurch die Verbindung mit seinem Motorrad lösen. Doch das Kiesbett war an dieser Stelle sehr tief. Ich fuhr im Motocross-Style durchs Kiesbett und übte viel Druck auf das Hinterrad aus“, schildert der Weltmeister.

„Ich ordnete mich wieder ein und ließ ein paar Fahrer vorbei, damit ich keinen Vorteil aus der Situation ziehen konnte“, berichtet Rea, der sich in der Verfolgergruppe durchsetzte und schlussendlich der beste Fahrer mit Intermediates war.

„Ich bin so froh, dass ich das Rennen beenden konnte“, atmet Rea auf, der dank der 20 Punkte für Platz zwei seine WM-Führung weiter ausbauen konnte.

Text von Sebastian Fränzschky

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