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© GP-Fever.de – Andrea Dovizioso hat das erste
Angebot von Ducati abgelehnt

(Motorsport-Total.com) – Mit dem fünften Platz in den USA übernahm Andrea Dovizioso wieder die WM-Führung. Der Ducati-Pilot hat allerdings nur einen Punkt Vorsprung auf Marc Marquez (Honda).

Dovizioso konnte nach seinem Sieg in Katar bei den schwierigen Rennen in Argentinien und in Texas erfolgreich Schadensbegrenzung betreiben. Der Italiener hat nun 46 Punkte auf dem Konto. Im Vorjahr waren es nach drei Rennen 30 Punkte. Und sein Rückstand auf die Spitze betrug damals 26 Zähler.

Nach seinen sechs Siegen im Vorjahr und dem WM-Kampf bis zum Finale, hat Dovizioso gute Karten im Vertragspoker mit Ducati. Gleichzeitig hat er seinen Teamkollegen Jorge Lorenzo im Griff. Ducati braucht Dovizioso, denn er ist die Messlatte und der einzige Fahrer, der in der Weltmeisterschaft eine Rolle spielen wird. Im Fahrerlager geht auch niemand davon aus, dass er Ducati verlassen wird.

Trotzdem wird bezüglich der Vertragsverlängerung noch um das Gehalt gepokert. Vergangene Woche machte Ducati ein konkretes Angebot. Dovizioso hat dies aber abgelehnt. „Wir sind weit auseinander“, bestätigt sein Manager Simone Battistella in Austin gegenüber ‚Motorsport-Total.com‘. „Wir hatten hier ein Meeting und kamen zu dem Schluss, dass wir weiterarbeiten müssen, bis sich Andrea wohlfühlt.“

Laut Battistella hat Dovizioso keine übertriebenen Forderungen. „Er verlangt nicht etwas Außergewöhnliches, etwas Unmögliches. Er möchte bekommen, was er für seine Arbeit verdient“, so sein Manager. „Momentan sind wir einer Einigung aber noch nicht nahe.“ Dovizioso nahm bei seinen letzten beiden Verträgen ein niedriges Gehalt in Kauf. Derzeit beträgt sein Grundgehalt nur ein Bruchteil von jenen zwölf Millionen, die Lorenzo pro Saison erhalten soll.

Dass man sich mit Dovizioso noch nicht geeinigt hat, bestätigt auch Ducati-Generalmanager Gigi Dall’Igna. „So wie bei allen wichtigen Verträgen müssen wir für beide Seiten die bestmögliche Lösung finden“, so der Italiener bei ‚GPOne.com‘. „Wir haben die Gespräche aufgenommen, aber es gibt noch keine Unterschrift. Ich bin aber optimistisch.“ Die nächsten Verhandlungen wird es in zwei Wochen in Jerez geben.

Text von Gerald Dirnbeck & Oriol Puigdemont

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