Alex Rins und Joan Mir - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Suzuki hat mit Alex Rins und Joan Mir zwei Siegfahrer am Start

(Motorsport-Total.com) – Seit 2017 fährt Alex Rins für Suzuki und galt als neuer, junger Hoffnungsträger.

Den ersten WM-Titel seit dem Jahr 2000 gewann im Vorjahr aber sein Teamkollege Joan Mir. „Joans WM-Titel hat mich stark motiviert“, sagt Rins. „Ich lüge nicht. Dass mein Teamkollege die WM gewonnen hat, war ein enormer Schub.“

„Wenn man sich die Statistiken ansieht, dann war Mir im Vorjahr sehr konstant. Aber nachdem meine Schulterprobleme erledigt waren, war ich mit Ausnahme von Valencia, wo er der Beste von allen war, immer vor ihm“, betont Rins gegenüber der spanischen Edition von Motorsport.com.

Nach außen hin herrscht bei Suzuki viel Harmonie, doch in der Box läuft es nicht immer so reibungslos ab, wie der Schein vermittelt. „Es ist schwierig, gut mit einem schnellen Teamkollegen auszukommen. Im Vorjahr gab es viele Spannungen.“

„Es gab Rennen, bei denen wir kaum miteinander gesprochen haben“, gibt Rins offen zu. „Aber wir haben immer Respekt voreinander und haben nie rote Linien überschritten. Suzuki hat zwei Siegfahrer. Das ist natürlich nicht einfach zu managen.“

Rins arbeitet in diesem Jahr akribischer
Mit 25 Jahren zählt Rins immer noch zur neuen, jungen Generation, obwohl er nun schon 66 Rennen in der Königsklasse bestritten hat. Aus dem Suzuki-Umfeld heißt es, dass der Spanier in diesem Jahr noch konzentrierter und detaillierter arbeitet.

„Ja das stimmt, weil ich gewinnen will. Ich fühle mich auf dem Motorrad sehr wohl und möchte mich immer verbessern. Das ist schwierig, weil wir auf einem hohen Level sind, aber es gibt immer Raum für Verbesserungen.“

„In diesem Jahr nehme ich alles noch ernster. Ich verbringe viele Stunden mit Studium der Telemetrie, wir haben auch mehr Meetings. Im Training gehe ich öfter ans Limit. Man sieht das an den Rundenzeiten. In Portugal war ich auf einer ausgeglichenen Strecke Zweiter.“

Sturz in Portimao: Rins will auf Sieg fahren
In Portimao qualifizierte sich Rins zum fünften Mal in seiner MotoGP-Karriere für die erste Startreihe. Eine Poleposition fehlt noch in seiner Statistik. Im Rennen konnte er als einziger Fahrer Fabio Quartararo (Yamaha) folgen.

Allerdings stürzte Rins und schied aus. „Wenn ich den zweiten Platz mitgenommen hätte, würde ich jetzt WM-Zweiter sein“, rechnet der Spanier vor. „Natürlich hat mich das getroffen. Es war nicht einfach. Ich habe mich über meinen Fehler geärgert, weil ich mich wohlgefühlt habe.“

„Ich bin wie immer am Limit gefahren, aber ich hatte die Situation unter Kontrolle. Ich bin jemand, der die Weltmeisterschaft mit Siegen gewinnen will. Bisher gab es drei Rennen, bei denen ich vorne dabei war und gestürzt bin. Bei keinem Sturz zeigt die Telemetrie eine genaue Ursache.“

„Aber mit einer konservativen Herangehensweise hätte ich vor zwei Jahren niemals Marquez in Silverstone besiegt. Damals hätte ich den zweiten Platz mitnehmen können, aber nachher wäre kaum über mich gesprochen worden.“

Die Enttäuschung von Portimao hat Rins abgehakt. Der Blick ist nach vorne gerichtet. Die Suzuki GSX-RR ist auch in diesem Jahr konkurrenzfähig. Mit Jerez folgt am kommenden Wochenende eine Strecke, die dem Bike in der Theorie sehr gut liegen müsste.

„Es ist erst der Anfang, wir kommen erst zum vierten Saisonrennen. Den Taschenrechner holen wir erst später aus der Tasche. Wenn wir mehr Wochenenden wie Portimao zeigen können, wo ich schon am Freitag vorne dabei war, dann wird dieses eine schlechte Ergebnis unwichtig werden.“

Durch den Ausfall ist der WM-Rückstand auf Quartararo auf 38 Punkte angewachsen. Rins hält in der Tabelle Rang sieben. Teamkollege Mir ist Fünfter. In der Herstellerwertung ist Suzuki nach den ersten drei Grands Prix an der dritten Stelle.

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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