Red-Bull-Ring Spielberg - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Die asphaltierten Auslaufzonen verwandeln sich im Nassen zu einer rutschigen Fläche

Der 4,318 Kilometer lange Red-Bull-Ring in der Steiermark hat zwar nur sieben Rechts- und drei Linkskurven, dennoch ist die Strecke bei Fahrern und Fans gleichermaßen beliebt.

Es ist auch eine der schnellsten Strecken im Grand-Prix-Kalender. Der Topspeed liegt bei rund 310 km/h, aber es ist die hohe Durchschnittsgeschwindigkeit, die diesen Kurs so außergewöhnlich macht. Mit 182,4 km/h war das Österreich-Comeback 2016 das schnellste MotoGP-Rennen seit vielen Jahren.

Im Vergleich zur Formel 1 gibt es an der Strecke kaum Änderungen. Lediglich die Zielkurve wurde mit temporären Randsteinen auf der Außenseite etwas enger gestaltet, um den Auslauf bis zum Reifenstapel vor dem Beginn der Haupttribüne zu vergrößern. Auch die asphaltierten Auslaufzonen in Kurve 1 und Kurve 3 (im Regen spiegelglatt!) sind verlängert. Trotzdem schätzen die Fahrer einige Stellen als gefährlich ein. Über die asphaltierten Auslaufzonen verzögert ein gestürztes Motorrad kaum, vor allem nicht im Nassen. Der Barcelona-Unfall von Luis Salom zeigte, wie tragisch so etwas enden kann.

„Die Durchschnitts- und Höchstgeschwindigkeit ist auf diesem Kurs sehr hoch“, merkt Routinier Valentino Rossi an, der schon 1996 und 1997 auf dem damals genannten A1-Ring gefahren ist. „Leider ist die Auslaufzone nie groß genug, es ist schwierig. Es sind zwei oder drei Stellen, die etwas gefährlich sind. Am Freitag werden wir die Strecke befahren und anschließend in der Sicherheitskommission darüber sprechen.“

„Ich sehe es ziemlich ähnlich“, stimmt Routinier Dani Pedrosa zu. „Ich bin die Strecke abgegangen und habe zwei, drei Punkte gesehen, wo die Mauern für den Speed, den wir an diesen Stellen erreichen, zu nahe an der Strecke stehen. Wie Valentino gesagt hat, wir werden die Strecke am Freitag checken und dann sehen, welche Möglichkeiten wir für die Zukunft haben.“ Im Vergleich zum Vorjahr wurde nichts Wesentliches verändert. Die Konfiguration der Zielkurve gab es auch schon 2016.

„In Kurve 1 sind die Leitplanken super nahe“, merkt Aleix Espargaro kritisch an. „Auf dieser Strecke bremst du hart, und wenn dir im Nassen das Vorderrad wegrutscht, dann steht alles nahe am Streckenrand. Wir müssen im Nassen fahren und sehen, wie es sich verhält. Wir sind erst zum zweiten Mal hier und müssen einschätzen, ob es gefährlich ist oder nicht. Kurve 1 ist es bestimmt, aber auch Kurve 3, weil man dort mit etwas Schräglage fährt. Es kann gefährlich sein.“

Das erste Freie Training am Vormittag war Trocken, aber dann öffnete der Himmel seine Schleusen. „Ich möchte hier im Regen nicht fahren, um ehrlich zu sein“, äußert Cal Crutchlow seine Bedenken. „Ich glaube, das ist auch für alle anderen Fahrer der Fall. Wenn du vor Kurve 3 stürzt und du gerade wegrutscht, dann ist auf deiner linken Seite eine Leitplanke. Du kannst dann nichts machen.“ So wie im Vorjahr werden die Fahrer am Freitagnachmittag das Thema in der Sicherheitskommission ansprechen.

Vor einem Jahr wurde Spielberg für die MotoGP neu asphaltiert. Anfang Juli gastierte die Formel 1 in Österreich. Die neuen 2017er-Boliden generieren viel mehr Abtrieb, wodurch Bodenwellen in den Bremszonen entstehen können. „Kurve 3 wurde neu asphaltiert“, berichtet Bradley Smith, der im Vorfeld des Rennens mit einer Straßenmaschine für Filmaufnahmen die Strecke befuhr. „Sonst ist mir nichts aufgefallen, aber ich bin auch nur mit einer Super Duke gefahren. Wir werden es sehen.“

Text von Gerald Dirnbeck & David Emmett

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