Marc Marquez - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Marc Marquez tut sich seit seinem Comeback schwer

(Motorsport-Total.com) – Abgesehen von Marc Marquez‘ Siegen auf dem Sachsenring und zuletzt in Austin erlebte Honda in den vergangenen zwei Jahren eine schwierige Zeit.

Der weltgrößte Motorradhersteller ist in der MotoGP laut 500er-Legende Mick Doohan vom richtigen Weg abgekommen.

„Ich bin nicht nah genug dran, um genau beurteilen zu können, was bei Honda los ist. Von außen betrachtet sieht es so aus, als wären sie vom Kurs abgekommen“, kommentiert der Australier in einem Interview mit ‚MotoGP.com‘.

Auch Marquez‘ Verletzung ist laut Doohan nach wie vor ein Problem. „Man sieht, dass Marc verletzt ist. Er ist nicht so stark, wie er gern sein würde. Ich persönlich denke, dass die Honda nicht zu 100 Prozent richtig läuft. Er muss es kompensieren und macht dabei viele Fehler“, erkennt Doohan.

„Sie haben ziemlich gute Fahrer, doch es fällt ihnen schwer, den Einzug in die Top 10 oder Top 15 zu meistern“, grübelt der langjährige Honda-Pilot und fordert: „Honda muss einen Plan erarbeiten, um aus dieser Situation herauszukommen. Ich habe Honda zuvor noch nie in solch einer Situation gesehen.“

Wenn Honda bei der 2022er-Version der RC213V den richtigen Weg einschlägt, dann kann Marquez im kommenden Jahr wieder um den WM-Titel kämpfen. „Er wird mit jedem Tag stärker. Wenn Honda was am Motorrad findet, dann können sie in Kombination mit Marcs Fortschritten wieder an der Spitze fahren. Honda muss aber vorher richtig erkennen, was das Problem ist“, so Doohan.

Eine Ursache für die schlechte Entwicklungsarbeit ist laut Doohan die lange Zwangspause des Teamleaders. „Es ist ein starker Fahrer nötig, um die Ingenieure zu leiten. Sie sind auf gute Rückmeldungen angewiesen. Sie haben die Datenaufzeichnungen, doch sie benötigen dennoch einen Mensch, der sie durch den Prozess leitet“, weiß Doohan aus Erfahrung.

Text von Sebastian Fränzschky

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