Horst Saiger - © Toni Börner

© Toni Börner – Horst Saiger fährt 2018
ein Doppelprogramm mit BMW und Yamaha

Der in Liechtenstein lebende Österreicher Horst Saiger ist immer für einen Scherz zu haben.

So antwortete er im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ auf die Frage nach seinen Plänen für 2018 auch: „Ja meine Pläne. Als erstes möchte ich so viel Eis essen wie nie zuvor in meinem Leben. Dann esse ich erstmals wahrscheinlich auch diese Cornetto-Tüten mit, die habe ich sonst immer weggeworfen.“

Saiger muss selbst lachen, als er diese Antwort gibt. „Nein, Scherz beiseite“, wird er ernster. „Im Plan ist die Langstrecke mit GERT56, dann machen wir noch Road Racing natürlich, das Hauptding, und das fahren wir alles neu auf Yamaha, R1 und R6, drei Motorräder, Superbike, Superstock, Supersport.“

Im Plan dabei sind natürlich die großen Klassiker des NorthWest 200, der Isle of Man TT und der Macau-Grand-Prix in China im November. „Und was zwischendrin noch anfällt, das sind wir gerade am Verhandeln.“ Saiger stellt den Ulster-Grand-Prix oder auch das Straßenrennen der „Joey-Dunlop-Open“ in Frohburg bei Leipzig in Aussicht.

„Aber so irgendetwas müssen wir dann noch raussuchen, was am besten reinpasst in den Zeitplan und auch mal schauen wie die Motorräder laufen und alles und dann werden wir kurzfristig zum ein oder anderen Rennen noch auftauchen.“

Eines seiner Lieblingsrennen muss Saiger, der vor kurzem Vater geworden ist, aber auslassen: „In Terlicko bin ich immer gerne gefahren und das ist mir auch extrem ans Herz gewachsen, dieses Rennen, auch, weil dort alles begonnen hat. Aber das ist ja genau nach dem Wochenende auf der Isle of Man und das ist terminlich zu extrem.“

„Wir kommen am Dienstag heim und sollten dann die ganzen Motorräder und alles herrichten und am Donnerstag schon wieder abfahren, äh, ich glaube, nach der Isle of Man braucht jeder mal ein paar Tage Ruhe und Pause und darum wird es nichts werden mit dem Auftritt dort. Ich habe ja auch schon sechs goldene Grubenlampen und was soll ich mit einer siebten“, lacht er – wenngleich auch mit einem weinenden Auge.

Auch bei der Classic-TT wird Saiger wieder am Start sein. „Da fahr ich mit der Egli 500 und natürlich mit der ZX750 vom Grenall Racing Team, das nicht nur mein Racing Team ist fürs Classic sondern das ist auch gleichzeitig meine Mechaniker Truppe für meine Road Racings und ich habe mich mit denen getroffen damals und wir haben uns so gut verstanden und ich bin echt happy, dass die jetzt für mich als Mechaniker Truppe mitziehen. Die haben natürlich Jahrzehnte lang Erfahrung und gerade auf der Isle of Man.“

Saiger liebäugelt außerdem im kommenden Winter wieder in Neuseeland die Tree-Series zu fahren. „Auch möchte ich nochmal nach Daytona, auf der Daytona 200 fahren mit der 600er“, sagt er. Dazu müsse er nun aber erst einmal schauen, wie er mit der R6 klar komme. „März 2019“, stellt Saiger seine Teilnahme in Daytona in Aussicht. „Ich war schon einmal dort in 2008, bin aber nur mit der 1000er dort gewesen, bin nur die Amerikanische Meisterschaft dort gefahren, also nicht das Langstreckenrennen, das 200er.“

Saiger ist außerdem für die Sonderschau zum Macau-Grand-Prix auf der Swiss-Moto-Messe in Zürich verantwortlich, welche Mitte Februar steigen wird. Dort ist er natürlich auch persönlich zu treffen.

Text von Toni Börner

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