Jack Miller - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jack Miller feierte in Motegi seinen vierten MotoGP-Sieg

(Motorsport-Total.com) – Durch seine starken Resultate bei den Überseerennen in Japan und Thailand hat sich Ducati-Werkspilot Jack Miller zu einem der potenziellen Anwärter für den WM-Titel entwickelt.

Nur noch 40 Punkte trennen den Australier von WM-Leader Fabio Quartararo. Als WM-Fünfter hat Jack Miller nur einen Punkt weniger auf seinem Konto als Markenkollege Enea Bastianini.

In den zurückliegenden Jahren ist Miller gereift. „Ich weiß, wie ich in der Vergangenheit war. Das ist von außen offensichtlich. Ich bin nicht länger das wilde Kind, das ich zu Beginn war. Ich habe mich zum Positiven hin verändert“, kommentiert der Australier im Gespräch mit der spanischen Edition von ‚motorsport.com‘.

In der MotoGP-Saison 2015 sorgte Miller für Schlagzeilen, als er aus der Moto3-WM direkt in die MotoGP aufstieg. Honda sah in Miller das nächste Supertalent und sicherte sich für drei Jahre die Dienste des Australiers.

Warum der Sieg in Japan für Jack Miller so wichtig war
Beim Regenrennen in Assen konnte Miller 2016 seinen ersten MotoGP-Sieg einfahren. Es folgten Siege in Jerez und Le Mans (beide 2021). Der bisher letzte Sieg in Motegi ist für Miller aber etwas Besonderes.

„Mein erster Sieg in Assen – im Regen, ich spielte mit Marc (Marquez), doch er war stärker auf die Meisterschaft fokussiert, anstatt zu gewinnen. Valentino (Rossi) und andere Fahrer waren gestürzt. Bei diesem Sieg gab es viele ‚aber'“, erinnert sich Miller.

„Dann gab es in Jerez das Problem mit Fabios (Quartararo) Arm. Und in Le Mans regnete es. Aber ich musste damals auch zwei Long-Lap-Penaltys absolvieren. In Japan gab es kein ‚aber'“, erklärt Miller die Wichtigkeit des Sieges in Motegi und fügt hinzu: „Ich möchte nicht arrogant klingen, aber niemand gewinnt durch Zufall vier MotoGP-Rennen.“

„Ich schaute immer auf die Art und Weise, wie Stoner, Lorenzo, ‚Pecco‘ oder Valentino ihre Siege einfuhren. Sie waren zeitweise sehr dominant. Das waren oder sind Fahrer, die vom Start bis ins Ziel führen konnten. Das hatte ich immer im Kopf, denn es handelt sich um meine Idole. Ich stellte mir vor, wie es ist, wenn ich das selbst hinbekomme“, bemerkt Miller, der zur Zeit einen Lauf hat.

Neben dem sportlichen Erfolg läuft es auch privat richtig gut. Am bevorstehenden Wochenende heiratet er seine Verlobte Ruby. „Ich fühle mich sehr komplett und bin richtig happy. Ich liebe meinen Job. Ich bin umgeben von unglaublichen Menschen und kann das machen, wovon ich immer geträumt habe“, kommentiert er.

Wenig Verständnis für Enea Bastianinis Verhalten in Motegi
Im Lager von Ducati ist sich Miller aber dennoch seiner Rolle bewusst. Teamkollege Bagnaia hat aktuell die besten Chancen, den Titel für Ducati sicherzustellen. Was Markenkollege Enea Bastianini in Motegi gemacht hat, kann Miller nicht nachvollziehen.

„Meiner Meinung nach hätte das, was in Motegi zwischen ‚Pecco‘ und Enea im Mittelfeld passiert ist, nicht vorkommen dürfen. Es war dumm. Es war beispielhaft für einen Fahrer, der zu diesem Zeitpunkt nicht nachgedacht hat“, kritisiert Miller die aggressive Fahrweise von Bastianini gegen Markenkollege Bagnaia.

„Ich befand mich ebenfalls in dieser Position – mit Dovizioso, aber auch mit Bagnaia. Und ich war mir meiner Rolle sehr bewusst. Es bringt nichts, um den vierten oder fünften Platz zu kämpfen. Aber diese Jungs sind jung und hungrig“, versucht Miller etwas Verständnis zu entwickeln.

Text von Sebastian Fränzschky, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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