Jack Miller Cal Crutchlow - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jack Miller wird die Anwesenheit von Cal Crutchlow in Zukunft vermissen

(Motorsport-Total.com) – Das Saisonfinale 2020 in Portimao war für Cal Crutchlow das planmäßig letzte Rennen seiner aktiven MotoGP-Karriere.

Für 2021 sattelt der Brite nach zuletzt fünf Jahren bei LCR-Honda ins Yamaha-Lager um. Dort ist er jedoch nicht als Rennfahrer, sondern als offizieller Test- und Ersatzfahrer angestellt. Zwar sind Wildcard-Starts 2021 vom Reglement her zwar wieder möglich. Ob Crutchlow solche absolvieren wird, ist aber noch offen.

Einer, dem Crutchlows Abschied vom regelmäßigen Leben im Paddock besonders weh tut, ist Jack Miller. Als der Australier im Jahr 2015 bei LCR-Honda seine erste MotoGP-Saison absolvierte, waren er und Crutchlow Teamkollegen.

Auf der Strecke kamen sich Miller und Crutchlow schon mal in die Quere. Unvergessen ist die Kollision der beiden beim verregneten Grand Prix von Großbritannien 2015 in Silverstone. Beim misslungenen Angriff auf Crutchlow in Vale Corner beförderte Miller damals gleich beide LCR-Bikes ins Kiesbett.

Der Lokalmatador aber hat dem Rookie aus Australien den Fauxpas nicht übel genommen. Trotz der von Miller verursachten Nullnummer beim Heimrennen verbindet die beiden seit 2015 eine enge Freundschaft. So trafen sie sich über all die Jahre regelmäßig nach den Sessions in Crutchlows Motorhome.

Diese Treffen am Rennwochenende, die Miller als „Nachbesprechungen“ umbeschreibt, hatten jedoch nicht zwingend Fahrwerkseinstellungen und solche Dinge als Thema. „Was ich am meisten vermissen werde sind unsere ‚Debriefs‘, die wir fast jeden Abend in seinem Motorhome hatten. Meist saßen wir da einfach rund zwei Stunden lang zusammen, um Blödsinn zu quatschen.“, so Miller.

„Früher, als Lucy noch dabei war“, erinnert sich „Jackass“ an die Zeiten, als auch Crutchlows Ehefrau noch mit ins Fahrerlager kam, „ging es noch deutlich zahmer zu. Damals spielten wir Uno und solche Dinge. Zuletzt aber hingen wir einfach nur noch zusammen ab, um dummes Zeug zu quatschen.“

In aller Ernsthaftigkeit fügt Miller beim Gedanken an Crutchlow hinzu: „Seit wir damals Teamkollegen waren, hatte er großen Einfluss auf mich. Es gibt nicht viele Leute, die du bei ihrem Heimrennen abschießen kannst, die aber trotzdem dein Freund sind. Ich schätze ihn sehr. Er ist ein großartiger Kerl. Und ich freue mich, dass er jetzt mehr Zeit für seine Familie hat und sie vielleicht noch vergrößern wird, wer weiß?“

Text von Mario Fritzsche

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