Jonas Folger - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Jonas Folger sucht nach Wegen aus dem Formtief

(Motorsport-Total.com) – Die Reise nach Donington hat sich für BMW-Pilot Jonas Folger nicht gelohnt.

Auch beim vierten WSBK-Event der laufenden Saison ging Folger leer aus. Nach der Überrundung am Samstag in Lauf eins verzockte sich Folger im Sprintrennen am Sonntagvormittag bei der Reifenwahl und gab das zweite Hauptrennen mit technischen Problemen auf.

„Donington war ein schwieriges Wochenende“, bilanziert Folger. „Erneut fällt es mir schwer, die richtigen Worte zu finden. Im Superpole-Rennen war die Reifenwahl falsch, die vielleicht auf die allgemeine Verunsicherung zurückzuführen ist.“

Während der Großteil des Feldes mit Intermediates fuhr, setzte Folger auf Regenreifen. Damit war der Deutsche chancenlos und entging im Sprintrennen über zehn Runden nur knapp einer Überrundung. Das zweite Hauptrennen musste Folger erneut von Startplatz 20 aus in Angriff nehmen.

Technische Probleme im zweiten Hauptrennen
„Leider verlief auch das zweite Hauptrennen sehr enttäuschend“, bemerkt Folger, der seine BMW nach sechs Runden an die Box brachte. Ein Problem mit der Schaltung hatte zur Folge, dass der Bonovo-Pilot nicht wie gewohnt fahren konnte.

Nach vier Renn-Wochenenden hat Folger nur ein Top-15-Finish vorzuweisen. In Estoril, Misano und Donington ging der Deutsche leer aus. „Ich bedauere es sehr für das komplette Team und natürlich für mich selbst, dass wir uns in einer solch schwierigen Situation befinden“, so Folger.

„Obwohl sich alle unglaublich anstrengen und viele verschiedene Dinge ausprobieren, haben wir aktuell nicht wirklich eine Lösung parat. Daher tut es mir einfach nur leid für alle und ich hoffe natürlich, dass es bald bergauf geht“, kommentiert der IDM-Champion.

Die Erfolge der BMW-Werkspiloten machen Mut
Teammanager Michael Galinski ist bemüht, die Stimmung im Team zu erhalten: „Diese vierte Runde ist leider ein Wochenende zum Vergessen. Wir haben viel versucht, Jonas ein vernünftiges Bike hinzustellen, haben Dinge vom anderen Team übernommen, aber auch eigene kreiert. Aber momentan bekommen wir es einfach nicht so hin, dass sich Jonas sicher genug fühlt, sodass er mit dem Motorrad angreifen kann.“

„Es ist leider ein trauriges Fazit, aber wir können nur nach vorne schauen und müssen hart weiterarbeiten. Dass es geht, sieht man ja an unseren BMW-Markenkollegen“, verweist Galinski auf guten Ergebnisse der Werkspiloten Tom Sykes und Michael van der Mark.

„Wir müssen einfach zusehen, dass wir Jonas ein Bike hinstellen können, auf dem er sich wieder super fühlt. Natürlich gehen diese Schwierigkeiten auch nicht spurlos an ihm vorüber, er kann seine Leistungen schlichtweg nicht abrufen, wenn er kein Vertrauen hat, um anzugreifen“, begründet Galinski das Tief des Deutschen.

Text von Sebastian Fränzschky

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