Kenny Roberts - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Kenny Roberts gewann 1978, 1979 und 1980 mit Yamaha die 500er-WM

(Motorsport-Total.com) – Ende der 1970er prägte Kenny Roberts senior das Geschehen in der 500er-WM wie kein anderer Fahrer.

Mit seinem spektakulären Fahrstil, der durch das Training auf Dirt-Track-Kursen geprägt wurde, gewann er 1978 auf Anhieb die Meisterschaft und war auch in den beiden Folgejahren unschlagbar.

„King Kenny“ zählt zu den großen Ikonen der 500er-Ära. Im Gespräch mit dem Podcast ‚MotoStarr‘ vergleicht Roberts die Zweitaktära mit der modernen MotoGP und stellt fest, dass die 500er-Fahrgestelle viel zu weich wären, um den extremen Grip moderner Slicks zu verarbeiten.

Im direkten Vergleich mit den 500er-Biestern sind die modernen Viertakter viel gutmütiger, stellt Roberts fest. „Die Fünfzylinder-Honda fuhr sich wie ein leistungsstarkes Serien-Motorrad. Sie fuhr sich nicht wie die 500er zu meiner Zeit“, erinnert er sich an einen Test mit einer Honda RC211V. „Die 500er waren brutal. Man musste nur das Gas berühren und es ging ab. Bei den Viertaktern ist das nicht so kritisch.“

Die Viertakt-Charakteristik, die Verwendung von Elektronikhilfen und die besseren Reifen ermöglichen deutlich schnellere Rundenzeiten. „Das Problem mit den heutigen Motorrädern ist, Wie viel Haftung in Schräglage sie aufbauen können. Es hängt alles davon ab, wie das Motorrad auf dem Boden klebt“, bemerkt „King Kenny“.

„Wenn das Motorrad bei den heutigen Schräglagen keinen Grip hat, dann liegt man auf dem Boden. Eine 500er würde in zwei Hälften auseinander brechen, wenn man einen modernen Reifen aufzieht. Es wäre unmöglich, das Motorrad mit so viel Haftung zu fahren“, ist Roberts überzeugt.

Bereits zu seiner aktiven Zeit erkannte Roberts, dass die Fahrgestelle der 500er zu weich sind. „Ich hatte auf einigen Rennstrecken Probleme mit den Goodyear-Reifen. In einigen der überhöhten Kurven verwindete sich das Fahrgestell zu stark. Dadurch kam man von der Linie ab“, erinnert sich der US-Amerikaner. „Deshalb bin ich überzeugt, dass dieses Motorrad mit einem modernen Reifen nicht fahrbar wäre.“

Text von Sebastian Fränzschky

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