Stefan Bradl - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Stefan Bradl war im Rennen in viele Zweikämpfe verwickelt

(Motorsport-Total.com) – Stefan Bradl eroberte beim MotoGP-Saisonauftakt in Katar den elften Platz.

Der Deutsche befand sich im Mittelfeld in einer großen Kampfgruppe. Auf Sieger Maverick Vinales (Yamaha) büßte er im Laufe der 22 Runden zehn Sekunden ein. Sein Honda-Teamkollege Pol Espargaro sah die Zielflagge als Achter.

Im Rückblick glaubt Bradl, dass es eventuell möglich gewesen wäre, mit Espargaro mitzuhalten. „Wir brauchen ein besseres Qualifying. Dann können wir weiter vorne sein“, beginnt der Deutsche seine Analyse. „Positiv war, dass ich Positionen gutmachen konnte.“

Er war von Startplatz 17 ins Rennen gegangen. „Ich konnte kämpfen und habe ein besseres Ergebnis als meine Startposition geholt. Mein Start war gut. Dann konnte ich mit den KTMs, mit Rossi und Martin kämpfen. Es hat Spaß gemacht, mir hat das Rennen gefallen.“

„Wir konzentrieren uns mehr auf den Kurveneingang und machen mehr Druck auf den Vorderreifen. In der ersten Rennhälfte habe ich mich mit dem Vorderreifen nicht so gut gefühlt. Das musste ich managen. Andernfalls hätte ich vielleicht mit Pol mitfahren können.“

„Ich hatte einen ähnlichen Speed wie er. Er war zu Rennbeginn etwas aggressiver als ich, weil ich die Situation mit dem Vorderreifen managen musste. Zu Beginn habe ich mich gut gefühlt. Auch mit vollem Tank war es in Ordnung.“

Bradl musste auf den Vorderreifen aufpassen
„Dann habe ich gespürt, dass der Vorderreifen kollabiert und nicht macht was ich wollte. Deshalb musste ich den Druck auf das Vorderrad etwas reduzieren. Wenn man mit der Honda nicht mit der Frontpartie attackiert, wird es schwieriger, jemanden zu überholen.“

„Das hat mich auch etwas Zeit gekostet. Ich würde sagen, dass ich drei, vier, fünf Runden verloren habe. Ich war etwas konservativer. Etwas mehr wäre möglich gewesen“, schätzt Bradl. Zwei der vier Honda-Fahrer sahen die Zielflagge.

Das LCR-Duo Takaaki Nakagami und Alex Marquez schied durch Stürze aus. „Ich habe die Stürze von Alex und ‚Taka‘ nicht gesehen, aber ich kann mir vorstellen, was passiert ist“, denkt Bradl an die Problematik mit dem Vorderreifen.

„Ich bin froh, dass ich lieber etwas vorsichtiger war als zu aggressiv. Es wäre leicht gewesen, einen Fehler zu machen. Ich habe das Ergebnis im ersten Rennen nach Hause gebracht. Für das zweite Rennen hoffe ich, dass wir von einer besseren Position starten.“

Text von Gerald Dirnbeck
Motorsport-Total.com
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