Dani Pedrosa - © 2022 Dorna Sports

© 2022 Dorna Sports – Seit 2019 arbeitet Dani Pedrosa als Testfahrer für KTM

(Motorsport-Total.com) – Seit seinem Rücktritt als Vollzeitrennfahrer arbeitet Dani Pedrosa im Hintergrund als geschätzter Testfahrer für KTM.

Erst Ende November hat der dreimalige MotoGP-Vizeweltmeister wieder einen privaten Test in Jerez de la Frontera absolviert.

Im Sommer 2021 hatte Pedrosa seinen bisher einzige Wildcard-Start mit KTM. Beim Grand Prix der Steiermark eroberte er auf dem Red-Bull-Ring Platz zehn. Es war der einzige Renneinsatz in seiner Karriere, den er nicht mit einer Honda fuhr.

Wird es in Zukunft weitere Wildcards geben? 2022 war Pedrosa nur als Besucher bei den Grands Prix dabei. Wie sieht es für 2023 aus? „Momentan gibt es keine Pläne, aber sie werden jedes Jahr evaluiert, abhängig von der Situation“, wird Pedrosa vom ‚Motorbikemag‘ zitiert.

„Wir werden sehen, ob es im nächsten Jahr eine Möglichkeit gibt. Mit den neuen Sprintrennen wäre es interessant zu sehen, wie sich das anfühlt. Welche Faktoren das beeinflusst und was an einem Wochenende passiert.“

„Das könnte man dann berücksichtigen, wenn ich teste, damit ich mehr auf der gleichen Linie bin, die die Fahrer brauchen“, meint der 37-Jährige. Denn bei seinem bisher einzigen Wildcard-Start wollte er etwas herausfinden, was er bei privaten Tests nicht erkennen konnte.

Dani Pedrosa - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Bei vielen Rennen ist Dani Pedrosa vor Ort und beobachtet das Geschehen

KTM hat in der Saison 2022 mit Miguel Oliveira zwei Regenrennen gewonnen. Brad Binder steuerte drei zweite Plätze bei. Aber KTM war übers Jahr gesehen nicht in der Position, um regelmäßig aus eigener Kraft in der Topgruppe mitzukämpfen.

Im Qualifying konnten die Fahrer den weichen Reifen nicht so gut nutzen wie die Konkurrenz. Mit Startplätzen aus dem Mittelfeld war es eine schwierige Ausgangsposition, obwohl die KTM-Fahrer oft die gleiche Rennpace wie die Spitze hatten.

„Seit ich aufgehört habe, haben sich die Rennen stark verändert“, findet Pedrosa. „Zum Beispiel hatten Valentino [Rossi] und ich oft nicht die besten Qualifyings, aber wir konnten das am Sonntag in Ordnung bringen. Jetzt ist es viel komplizierter.“

„Es gibt immer noch Leute, die es am Sonntag schaffen, aber man beginnt mit einem größeren Handicap. Jetzt muss man viel explosiver sein, viel schneller über eine Runde und braucht immer ein gutes Ergebnis.“

Der Fokus der Ingenieure liegt deshalb auch darauf, das Motorrad so abzustimmen, dass mit einem weichen Reifen eine deutliche Steigerung im Qualifying möglich ist. Mit besseren Startpositionen und der schon konkurrenzfähigen Rennpace wären dann bessere Ergebnisse in Reichweite.

„Wir arbeiten daran“, sagt Pedrosa. „Dieses Jahr war etwas schwieriger, aber wir arbeiten an guten Schritten für das neue Motorrad. Wir werden es im Winter sehen, wenn wir das Motorrad komplettieren. Bisher war der Prototyp noch nicht komplett.“

„Wir werden sehen, wo wir stehen und was über den Winter passiert. Auch die anderen Marken entwickeln sich weiter. Vielleicht haben sie noch nicht alle Änderungen in ihrem Motorrad implementiert. Wir müssen die ersten Tests in Malaysia abwarten, um die Schritte von allen zu sehen.“

Text von Gerald Dirnbeck

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