Marc Marquez - © LAT

© LAT – #TermasClash: Marquez & Rossi
krachten in Argentinien zusammen

(Motorsport-Total.com) – Nach Giacomo Agostini, Kevin Schwantz, Andrea Dovizioso und vielen weiteren aktiven oder ehemaligen Rennfahrern hat sich nun auch Ducati-Pilot Jorge Lorenzo zum Rennunfall zwischen Valentino Rossi und Marc Marquez, auch bekannt unter #TermasClash, geäußert.

Der Mallorquiner glaubt, dass ein solches Vergehen von Marquez durch eine härtere Bestrafung vermeidbar gewesen wäre. Er fühlte sich an seine eigene Aggressivität in der 250er-Katergorie erinnert.

In einem Interview mit dem spanischen Fernsehen in der Show ‚El hormiguero‘ – im Rahmen seiner Buch-Promotion – bezog der meinungsstarke Spanier zu der Argentinien-Kollision, die in der MotoGP-Szene eine heiße Debatte anfeuerte, Stellung. „Das alles hätte verhindert werden können, gäbe es härtere Strafen“, so der Ducati-Pilot, der in Termas de Rio Hondo 15. wurde.

„In meinem ersten Jahr in der 250er-Klasse, 2005, war ich ebenso ein Kamikaze-Fahrer. Ich war sehr aggressiv und wenn ich eine Lücke gesehen habe, wollte ich da auch immer rein“, so Lorenzo in der TV-Sendung. Er erinnert sich an den Japan-Grand-Prix jenes Jahres zurück: „Da habe ich um den zweiten Platz gegen Dani Pedrosa und Alex De Angelis gekämpft und wollte um jeden Preis Zweiter werden. Ich habe Pedrosa in einer Kurve berührt, in der darauffolgenden habe ich dann versucht, beide zu überholen. Am Ende ist De Angelis gestürzt wegen mir.“

Die Rennleitung hat Lorenzo daraufhin für ein Rennen gesperrt. Seither fahre der Spanier weniger aggressiv, behauptet er. „Marquez ist ein toller Fahrer, er hat vier der vergangenen fünf Weltmeisterschaften gewonnen“, streicht er hervor. „Aber kein Fahrer möchte ein Rennen aussetzen. Genau das Gleiche passiert im Fußball, wenn einer eine Rote Karte gesehen hat. Alles hängt mit dem Schiedsrichter in der MotoGP zusammen.“

Bereits wenige Stunden nach dem Crash forderte Lorenzos ehemaliger Teamkollege Rossi eine harte Strafe für Marquez, der sich wiederrum keiner Schuld bewusst ist. Rossi forderte die Rennleitung und Mike Webb dazu auf, härter durchzugreifen. Der Neuseeländer reagierte auf die Kritik.

Nachdem Marquez schon für sein Vergehen beim Start eine Durchfahrtsstrafe kassiert hatte, bekam er von der Rennleitung wenige Minuten nach Rennende für das Verursachen der Kollision mit Rossi erneut eine aufgebrummt – diese wurde in eine 30-Sekunden-Zeitstrafe umgewandelt und auf sein Ergebnis addiert. Dadurch fiel Marquez von Platz fünf auf 18 zurück. Webb: „Jeder Zwischenfall ist für sich speziell.“ Bei diesem seien die „jeweiligen Umstände betrachtet worden“.

Text von Maria Reyer & Oriol Puigdemont

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