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© LAT – Marc Marquez rechtfertigt sich für sein
Verhalten beim GP von Argentinien

(Motorsport-Total.com) – „Ich finde nicht, dass ich etwas Verrücktes gemacht habe“, sagt Marc Marquez im Anschluss an den Grand Prix von Argentinien.

In Runde 19 versuchte er vor Kurve 13 ein Ausbremsmanöver gegen Valentino Rossi. Marquez stach innen hinein, beide berührten sich. Rossi wurde nach außen auf die nasse Wiese getragen und stürzte dort in Schräglage. Marquez konnte weiterfahren und erhielt eine Durchfahrtsstrafe, die aufgrund des Rennendes in eine Zeitstrafe von 30 Sekunden umgewandelt wurde.

„Man muss die Streckenverhältnisse verstehen“, erklärt Marquez die Situation, die von Fans sofort als #TermasClash bezeichnet wurde. „Die Ideallinie war trocken, aber ich habe mit dem Vorderreifen eine nasse Stelle erwischt. Die Vorderbremse hat blockiert, ich musste sie lösen und habe ihn berührt. Ich habe eingelenkt und dann gesehen, dass er gestürzt ist. Ich versuchte mich zu entschuldigen.“

Auch direkt nach dem Rennen ging Marquez zur Yamaha-Box und wollte sich offensichtlich entschuldigen. Dort erhielt er aber keinen Zutritt und musste unverrichteter Dinge wieder gehen. „Zarco mit Dani, Petrucci mit Aleix“, zählt der viermalige MotoGP-Weltmeister ähnliche Situationen in diesem Rennen auf. „Es war heute sehr schwierig. Aber das ist egal. Ich habe alles gegeben und es war ein schwieriger Sonntag.“

Marquez weist Anschuldigungen von Rossi zurück
Außerdem meinte Rossi, dass Marquez absichtlich bei seinen Ausbremsmanövern so fährt, dass er den Sturz seines Gegners riskiert. „In meiner Karriere bin ich noch nie gegen einen Fahrer mit dem Gedanken gefahren, dass er stürzen wird“, weist Marquez diese Aussagen zurück. „Ich versuche immer auszuweichen. Aber okay, im Rennsport ist es manchmal enger, manchmal nicht. Was heute mit Valentino passiert ist, war ein Fehler und eine Konsequenz der Streckenbedingungen, weil ich das Vorderrad blockiert habe. Aber was er über meine Karriere sagt, ist falsch.“

„Mein größter Fehler in diesem Rennen war mit Aleix“, nennt Marquez eine ähnliche Situation in der achten Runde. „Ich war vier Sekunden schneller als er. Ich habe zu spät realisiert wie langsam er war. Ich habe alles versucht, um eine Berührung zu verhindern. Ich habe ihm eine Entschuldigung gedeutet. Dann habe ich dafür eine Strafe bekommen, was ich verstanden habe. Ich wusste nicht, wen ich vorbeilassen muss, also lies ich zwei vorbei, um auf der sicheren Seite zu sein.“

Insgesamt erhielt Marquez in diesem Rennen drei Strafen: Für die Rossi-Situation gab es nach Rennende 30 Sekunden auf seine Rennzeit addiert. Dadurch fiel er auf den 18. Platz zurück. Bei der Situation mit Aleix Espargaro wurde angeordnet, dass er sich um eine Position zurückfallen lassen soll. Aber all das passierte erst nach einer Durchfahrtsstrafe, die er zu Beginn des Rennens antreten musste, als er nach sechs Runden schon sechs Sekunden Vorsprung hatte. Ohne dieser Durchfahrtsstrafe wäre es wohl ein überlegener Sieg geworden, denn Marquez war mit Abstand der schnellste Fahrer im Feld.

Marquez versteht Durchfahrtsstrafe nicht
„In der Startaufstellung hatte ich ein Elektronikproblem mit dem Motor. Das ist noch nie passiert“, schildert Marquez die Situation kurz vor dem Start. „Ich habe meine Hand gehoben und habe dann mein Motorrad angeschoben. Zum Glück ist der Motor angesprungen. In dem Moment wusste ich nicht, was ich tun muss. Als der Offizielle gekommen ist, habe ich ihn gefragt, weil er direkt mit der Rennleitung verbunden ist. Ich fragte ihn: Boxengasse oder Startaufstellung?“

„Dann sah ich einen anderen Offiziellen, der den Daumen nach oben zeigte. Sie sind dann beide weggelaufen und ich habe es so verstanden, dass ich auf meine Startposition fahren soll. Dann kam auf meinem Dashboard die Nachricht mit der Durchfahrtsstrafe. Das habe ich nicht verstanden. Denn wenn ein Offizieller sagt, dass man starten darf und es dann nach ein paar Runden eine Durchfahrtsstrafe gibt – das habe ich nicht verstanden.“ Marquez erhielt diese Strafe, weil er gegen die Fahrtrichtung gefahren ist, als er zu seinem Startplatz zurückkehrte.

Text von Gerald Dirnbeck

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