Marc Marquez - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Marc Marquez präsentiert sich in Valencia stark und hat sich sogar selbst überrascht

(Motorsport-Total.com) – Das Saisonfinale am Sonntag auf dem Circuit Ricardo Tormo bei Valencia ist das 20. und letzte Rennen der MotoGP-Saison 2022.

Für Marc Marquez aber, der verletzungsbedingt acht Rennen verpasst hat, ist es das zwölfte Rennen in diesem Jahr. Und das nimmt er nach einem für ihn selber überraschend starken Qualifying aus der ersten Startreihe in Angriff.

Mit einer Q2-Rundenzeit von 1:29.826 Minuten musste sich Marquez im Kampf um die Startplätze lediglich Polesetter Jorge Martin (Pramac-Ducati) geschlagen geben. Eine derartige Performance hatte er sich und der Honda RC213V nicht zugetraut, wie er direkt nach dem Qualifying im Parc Ferme zugab.

„Das Ziel war eigentlich die zweite oder dritte Startreihe. Denn ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass eine 1:29er-Runde für uns möglich sein würde“, so die Worte von Marquez. Diesen Worten vorausgegangen war schier überschwänglicher Jubel auf der Runde zurück an die Box. So sehr wie sich Marquez über den zweiten Startplatz gefreut hat, so sehr jubelte er in seinen besten Jahren nach so manchem Sieg nicht.

Im Rennen am Sonntag will Marquez attackieren. Denn in der Pressekonferenz nach dem Qualifying verrät er mit erkälteter Stimme: „Ich muss sagen, dass ich mit meiner körperlichen Verfassung sehr sehr zufrieden bin.“ Damit ist nicht die Erkältung gemeint, die er seit Montag mit sich herumschleppt, sondern natürlich der viermal operierte rechte Arm.

In Valencia fährt Marquez erstmals seit langer Zeit wieder „normal“
„Als ich [im September] zurückgekehrt bin, war es das Ziel, meinen rechten Arm von Rennen zu Rennen mehr wieder so nutzen zu können wie früher. Und an diesem Wochenende hier fahre ich jetzt zum ersten Mal wieder auf normale Weise“, freut sich Marquez.

Mit seiner natürlichen Fahrweise hatte der Honda-Star schon am Freitag seine beiden Stürze erklärt. „Ich fahre wieder auf normale Weise. Es ist lange her, dass ich das zum letzten Mal behaupten konnte. Und weil ich jetzt wieder natürlich fahre, pushe ich auch wieder mehr und stürze wieder mehr“, so Marquez am Freitag, nachdem er sowohl im FT1 (Kurve 2) als auch im FT2 (Kurve 1) zu Boden gegangen war.

Am Samstag blieb Marquez immer sitzen und blickt auf das Rennen am Sonntag nun durchaus mit Zuversicht voraus. Seine Ansage für die 27 Rennrunden, die er vom zweiten Startplatz in Angriff nimmt, lautet: „Wenn ich mich gut fühle, dann ist es Zeit für Risiko.“

Marquez würde „verstehen“, wenn ihn Quartararo aus dem Weg räumt
Marquez will aber nicht nur selber attackieren, sondern rechnet auch damit, dass insbesondere der im Titelkampf auf den Rennsieg angewiesene Fabio Quartararo sehr aggressiv sein wird. „Fabio wird morgen extrem pushen. Das muss er auch“, spricht Marquez auf die 23 Punkte Rückstand des Yamaha-Piloten auf den in der WM führenden Ducati-Piloten Francesco „Pecco“ Bagnaia an.

Marquez weiter über Quartararo: „Wenn er stürzt und dabei einen anderen Fahrer mitreißt, wenn er mich trifft, dann würde ich das verstehen. Es ist natürlich nicht das, was ich ich mir wünsche, aber ich würde es verstehen. Denn er kämpft um eine Weltmeisterschaft, nicht um ein Rennen.“

„Ich weiß, dass er attackieren wird. Alle werden attackieren. Vor allem werden auch die Ducati-Piloten attackieren, denn das ist die beste Möglichkeit, um ‚Pecco‘ zu helfen“, so Marquez, der abschließend über sich selber sagt: „Für mich ist es einfach ein weiteres Rennen. Ich will ein gutes Rennen fahren. Aber ‚Pecco‘ und Fabio sind die zwei, auf die morgen alle Augen gerichtet sein werden.“

Text von Mario Fritzsche

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