Maverick Vinales - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Zuletzt fuhr Maverick Vinales mit der Aprilia zweimal in die Top 10

(Motorsport-Total.com) – Maverick Vinales hat bei Aprilia ein neues Zuhause gefunden.

In den ersten vier MotoGP-Rennen 2022 fuhr der Spanier zweimal in die Top 10. Platz sieben in Argentinien war dabei sein bestes Ergebnis mit der RS-GP. Zuletzt in Austin war Vinales auch vor seinem Teamkollegen Aleix Espargaro.

Nach dem Grand Prix der USA meinte Vinales, dass das Qualifying noch eine Schwäche ist, weil er das Limit der Aprilia noch nicht perfekt spürt. Mit einem besseren Startplatz hätte er sogar um das Podest kämpfen können, schätzt der neunmalige MotoGP-Sieger.

Deshalb war Vinales nach den Überseerennen optimistisch, denn er spürt Fortschritte. „Es ist ein Lernprozess. Ich bin viele Jahre ein anderes Motorrad gefahren. Es braucht Zeit“, sagt Vinales bei ‚MotoGP.com‘. „Ich nehme mir diese Zeit und arbeite ohne Druck.“

„Ich bin mir sicher, dass Ergebnisse kommen werden. Ich sehe mich mit Aprilia gewinnen. Ich weiß aber nicht, wie lange es dauern wird. Ich komme von einem ganz anderen Motorrad, einer ganz anderen Marke. Der Charakter der Hersteller ist auch ganz anders.“

„Für mich fühlt sich das Motorrad immer noch ganz anders an. Es ist noch kein Teil von mir. Ich passe noch nicht perfekt zum Motorrad, aber ich bin schnell. Deshalb möchte ich mich sehen, wenn ich perfekt zum Motorrad passe.“

Bei Suzuki und Yamaha ist Vinales immer Reihenvierzylinder gefahren. Der V4-Motor der Aprilia ist anders zu fahren. Es sind komplett andere Linien notwendig. An dieser Umstellung arbeitet Vinales. Er feilt auch noch an Details der Ergonomie.

„Das Motorrad wurde auch für einen anderen Fahrstil entwickelt“, hält der Spanier fest. „Der Motor ist komplett anders. Alles ist ganz anders. Hinten zu sein ist schwierig. Man muss das akzeptieren und arbeiten.“

Bei Aprilia herrscht Aufbruchstimmung. Der erste Sieg von Espargaro in Argentinien war ein Meilenstein. Die Atmosphäre ist prächtig. Auch das ist für Vinales psychologisch ein wichtiger Aspekt. Das Umfeld ist für ihn optimal.

„Im Team fühle ich mich sehr wohl. Wir sprechen über alles“, sagt Vinales und meint über den ersten Sieg seines Teamkollegen: „Dieses Gefühl hatte ich noch nie. Im Motorradrennsport muss man auch ein Egoist sein.“

„Aber zum ersten Mal habe ich mich für das Team gefreut, als mein Teamkollege gewonnen hat. Wenn es andersherum gekommen wäre, wäre auch die andere Seite der Box sehr glücklich. Das ist sehr wichtig, denn wenn alle zusammenarbeiten, dann ist die Entwicklung sehr schnell.“

Vinales und Espargaro sind auch abseits der Rennstrecke befreundet. Beide wohnen mit ihrer Familie in Andorra. Regelmäßig treffen sie sich auch in der Freizeit für gemeinsame Radtouren. „Wir haben eine sehr gute Beziehung. Das ganze Team ist relaxt“, lacht Vinales.

Text von Gerald Dirnbeck

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