Maverick Vinales - © Aprilia

© Aprilia – Maverick Vinales ist nach dem Misano-Test sehr glücklich

(Motorsport-Total.com) – Nach dem Bruch mit Yamaha hat Maverick Vinales bei Aprilia ein neues zu Hause gefunden.

Zwei Tage testete er die RS-GP in Misano und äußerte sich danach sehr positiv über das Motorrad. Es steht auch fest, dass Vinales die Saison ab Aragon zu Ende fahren wird.

Dass die Aprilia konkurrenzfähig geworden ist, zeigte der Podestplatz von Aleix Espargaro in Silverstone. Er war in den vergangenen Jahren die Speerspitze des Projekts. Nun stößt mit Vinales ein Rennsieger dazu.

Wie lange wird es dauern, bis er sich an die RS-GP gewöhnt? Bisher ist der Spanier in der Königsklasse bei Suzuki und Yamaha nur Reihenvierzylinder gefahren. Vinales merkte selbst in der Vergangenheit an, dass sein Fahrstil eventuell mehr den V4-Motorrädern liegt.

Im Herbst 2019 versuchte Ducati ihn zu verpflichten, aber im Januar 2020 verlängerte Vinales bis Ende 2022 bei Yamaha. Dieser Zweijahresvertrag wurde im Sommer aufgelöst. Beim Misano-Test soll Vinales auf eine Rundenzeit von 1:32,8 Minuten gekommen sein.

Der Rekord für die beste Rennrunde liegt bei 1:32,6 Minuten. „Ich hatte mit dem Motorrad sofort ein gutes Gefühl“, wird Vinales von ‚Sky Sport Italia‘ zitiert. „In der Box herrscht positive Energie. Ich bin schon sehr aufgeregt für Aragon.“

„Es war wie der erste Schultag, ich bin schon um fünf Uhr morgens wach gewesen und konnte es kaum erwarten. Ich hatte schon seit langer Zeit keinen Spaß mehr auf dem Motorrad. Mein Ziel ist es, mit dem Team gemeinsam diese Leidenschaft zurückzufinden.“

Und hat er eine andere Charakteristik beim V-Motor gespürt? „Ja, große Unterschiede. Auch die Linien sind anders, die muss ich erst lernen. Mit diesem Motorrad kann man viel früher beschleunigen.“ Denn die V-Motorräder werden spitzer durch die Kurven gefahren.

Enger Austausch mit Aleix Espargaro
Bei diesen beiden Testtagen ging es um grundlegende Dinge wie die Sitzposition. Vinales musste natürlich auch die ganzen Ingenieure und Mechaniker kennenlernen. Große Änderungen beim Set-up wurden noch nicht durchgeführt. Es war ein erstes gegenseitiges Kennenlernen.

Trotzdem sagt der neunmalige MotoGP-Rennsieger: „Ich habe einen großen Unterschied zur Yamaha festgestellt. Der Stil und der Charakter der Motorräder ist ganz anders. Mir hat die Motorbremse sehr gut gefallen, das war sehr positiv.“

„Natürlich muss ich mich noch steigern. Ich bin noch weit davon entfernt, ans Limit zu gehen. Das Motorrad und der Motor sind anders. Ich muss noch viel verstehen. Wir können uns in kurzer Zeit noch deutlich verbessern.“

Privat hat der 26-Jährige sein Glück gefunden. Seine Frau Raquel hat in diesem Jahr die erste gemeinsame Tochter zur Welt gebracht. Nun will Vinales sportlich sein Glück finden und sucht dafür auch ein gutes Umfeld.

Espargaro und Vinales sind eng befreundet. In den vergangenen Wochen ist der Kontakt noch intensiver geworden. „Er ist wie ein Bruder für mich und er ist ein sehr guter Fahrer“, sagt Vinales über seinen neuen Teamkollegen. „Das wird für die Zukunft bei Aprilia sehr wichtig.“

„Aleix hat mir wunderschöne Nachrichten geschickt. Wir sprechen oft, wir sind Freunde. Man öffnet sich dann auch mehr. Er wollte verstehen, was mit mir passiert ist und hat mich auch in den Medien geschützt. Er hat immer gesagt, dass ich nicht aufgeben und zu Aprilia kommen soll. Ich weiß nicht, ob ein anderer Fahrer das auch für mich getan hätte.“

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Matteo Nugnes

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