Valentino Rossi - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Valentino Rossi kämpfte in Katar mit Reifenprobleme und wurde nur Zwölfter

(Motorsport-Total.com) – Noch am Samstag hatte Valentino Rossi nach dem MotoGP-Qualifying in Katar über Startplatz vier gejubelt.

Doch die Hoffnung, seinen Vorjahreserfolg zu wiederholen, als er auf dem Losail International Circuit seinen einzigen Podestplatz der Saison einfuhr, zerschlugen sich am Sonntag im Rennen schnell.

Zwar lag Rossi nach dem Start auf Platz sechs direkt hinter seinen Yamaha-Markenkollegen Fabio Quartararo und Maverick Vinales. Doch anders als bei ihnen ging es für den Italiener im weiteren Rennlauf vor allem rückwärts statt nach vorn.

„Ich hatte einen recht guten Start. Er war im Vergleich zu Quartararo und Vinales nicht so schlecht“, sagt Rossi. „Aber die Ducatis sind in diesem Punkt viel stärker als wir und erreichten die ersten Kurve mit entsprechend mehr Speed. Für unsere Verhältnisse war der Start nicht schlecht. Das Problem ist, dass sie besser starten.“

Rossi: Wir beanspruchen den Hinterreifen zu sehr
Tatsächlich lagen kurz nach dem Start mit Francesco Bagnaia, Johann Zarco, Jack Miller und Jorge Martin gleich vier Ducatis in Führung. Trotzdem gelang es vor allem Vinales, die rote Konkurrenz herausfordern und am Ende sogar hinter sich zu lassen.

Rossi hingegen hatte mit dem Kampf um die Spitzenplätze schon früh nichts mehr zu tun. „Wir haben mit Sicherheit mehr erwartet, vor allem nach dem gestrigen Qualifying“, gibt er zu. „Aber im Rennen hatte ich zu kämpfen. Nach wenigen Runden bekam ich Probleme mit den Reifen. Leider passierte mir das auch schon am Freitag.“

„Es sieht so aus, als ob ich den Hinterreifen aus irgendeinem Grund zu sehr belaste und die Performance darunter leidet, sodass ich nicht schnell genug bin. Das war auch heute der Fall. Wir hatten gehofft, dass es heute besser laufen würde, zumal die Temperaturen etwas kühler waren, aber leider war das Gefühl ähnlich“, erklärt Rossi.

Lob für Vinales: „Positiv, dass eine Yamaha gewinnt“
Infolgedessen gestaltete sich das Rennen für den Italiener schwierig. Er verlor viele Positionen und kam schließlich als Zwölfter mit fast elf Sekunden Rückstand auf die Spitze ins Ziel. „Das war also nicht das Rennen, was wir erwartet hatten“, sagt er.

Das gilt auch für seinen Teamkollegen bei Petronas-Yamaha, Franco Morbidelli, der als 18. sogar die Punkteränge verpasste. „Ich weiß nicht, was bei Franco los war. Ich denke, er hatte womöglich ein Problem mit dem Motorrad“, mutmaßt Rossi.

Dass mit Vinales ein Yamaha-Pilot in Katar triumphierte, sieht er trotz der eigenen Enttäuschung als gutes Zeichen: „Es ist positiv, dass eine Yamaha gewonnen hat. Sie haben ein anderes Setting im Vergleich zu uns. Das scheint besser zu funktionieren. Auch Quartararo war stark. Das ist gut, um zu verstehen, wo wir uns verbessern können.“

Später kam mit KTM: Beinahe-Berührung mit Binder
In dem Zusammenhang richtet er auch seine Gratulation an den ehemaligen Teamkollegen. „Er ist unglaublich gefahren“, lobt Rossi Vinales. „Zu Beginn waren wir noch zusammen, aber er hat ein starkes Rennen gezeigt. Auch Zarco und Pecco hatten ein gutes Rennen und schafften es aufs Podest. Die Suzukis waren ebenfalls stark.“

Während er mit ihnen diesmal nicht konkurrieren konnte, duellierte sich Rossi gegen Rennende immerhin erfolgreich mit den KTM-Piloten Miguel Oliveira und Brad Binder um Rang zwölf. Dabei wurde es vor allem zwischen Binder und Rossi ziemlich haarig, wie der Südafrikaner nach dem Rennen berichtet.

„In Kurve 1 kamen wir uns sehr nahe, aber es gab keine Berührung. Auf der Bremse fuhr ich neben ihn. Er hat dann die Bremse gelöst und ich musste es auch machen, wodurch es etwas eng wurde. Es war eng, aber es gab keine Berührung.“

Text von Juliane Ziegengeist, Co-Autor: Matteo Nugnes

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