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© LAT – Marc Marquez: Sieben WM-Titel und
noch kein Ende in Sicht …

(Motorsport-Total.com) – Franz Beckenbauer hat nach der Fußball-Weltmeisterschaft 1990 einst angekündigt, dass die deutsche Nationalmannschaft auf Jahre unschlagbar sein würde – es kam bekanntlich anders.

MotoGP-Legende Mick Doohan und LCR-Teamchef Lucio Cecchinello lassen sich nun zu einer ähnlichen Aussage hinreißen, als es um die aktuelle Dominanz von Marc Marquez in der Königsklasse geht.

Der Spanier gewann 2018 in seinem gerade einmal sechsten Jahr in der MotoGP bereits zum fünften Mal den WM-Titel. Auf die Frage, wie viele MotoGP-Titel Marquez noch gewinnen kann, erklärt Doohan: „Das hängt von ihm ab. Er ist erst 25 Jahre alt.“ Der Australier rechnet vor: „Selbst wenn er dann mit 30 aufhört, könnte er noch zwei, drei, vier oder fünf Weltmeisterschaften gewinnen.“

Wenn Marquez gesund bleibe und nicht die Lust verliere, sei er auf jeden Fall in der Lage dazu, auch in den kommenden Jahren Weltmeister zu werden. „Wenn er noch fünf Jahre weiterfährt, denn könnte er noch fünf Titel gewinnen. […] Aber wer weiß, was passiert, wenn er weitermacht, bis er 35 ist?“, fragt Doohan rhetorisch. Theoretisch könnte Marquez in diesem Fall als 15-maliger MotoGP-Champion abtreten.

Dass das wirklich passiert, ist natürlich ziemlich unwahrscheinlich. Grundsätzlich glaubt aber auch Lucio Cecchinello, dass der Spanier die Meisterschaft auch in den kommenden Jahren dominieren wird. Im Gespräch mit ‚GPOne.com‘ erklärt er, dass Marquez einen „Wendepunkt“ in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft eingeleitet habe. „Von den 70ern, über die 80er bis in die 90er gab es verschiedene Fahrstile“, erklärt er.

„Casey Stoner war vielleicht derjenige, der in der MotoGP den ersten echten Wechsel des Fahrstils eingeleitet hat. Marquez war derjenige, der diesen Stil am besten interpretiert und weiterentwickelt hat“, erklärt der LCR-Teamchef und ergänzt: „Um Marquez zu schlagen, muss man vermutlich auf jemanden warten, der diesen Fahrstil noch einmal weiterentwickeln kann.“

Marquez setze seine spektakulären Saves mittlerweile „systematisch“ ein. „So etwas hat man zuvor noch nie gesehen“, erinnert Cecchinello und erklärt: „Derjenige, der Marc schlagen kann, ist vielleicht ein junger Mann, der aktuell noch Pocketbikes fährt.“ Der Fahrer, der aktuell vermutlich noch in den Kinderschuhen steckt, brauche auf jeden Fall „das gleiche Talent“ und „die gleiche Leidenschaft“ wie Marquez.

Es bleibt abzuwarten, ob Doohan und Cecchinello tatsächlich richtig liegen – oder ob sie mit ihrer Prognose ähnlich daneben greifen wie einst Franz Beckenbauer …

Text von Ruben Zimmermann

Motorsport-Total.com
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