Marquez u Morbidelli - © LAT

© LAT – Valencia 2017: Marquez ist MotoGP-Weltmeister, Morbidelli Moto2-Weltmeister

(Motorsport-Total.com) – Einige Fahrer nennen Marc Marquez als Favoriten für die neue MotoGP-Saison, doch es steht immer noch nicht fest, wann der Spanier wieder auf seine Honda steigen wird. Bei den Testfahrten in Katar in den kommenden Tagen wird Marquez nicht dabei sein.

Mitte März wird es die nächsten Untersuchungen geben. Dann wird entschieden, ob Marquez beim Saisonauftakt am 28. März fahren wird können, oder ob sich sein Comeback weiter verzögern wird. Überstürzen will er diesmal nichts.

Marquez hat mittlerweile zugegeben, dass die lange Pause auch mentale Spuren hinterlassen hat. Er habe gelernt, dass es „viele Rennen“, aber „nur einen Körper“ gibt. Außerdem erwartet er, dass er bei einem Comeback etwas Zeit brauchen wird, um wieder der alte Marquez zu werden.

Das schätzt auch Franco Morbidelli. „Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Topfahrer eineinhalb Jahre verloren hat“, meint der Italiener. „Ich denke, er hatte eine extrem schwere Verletzung. Das war eine der schlimmsten Verletzungen, die wir bei einem Spitzensportler je gesehen haben.“

„Es wird schwierig, wieder in der gleichen Form zurückzukehren. Unmöglich ist es nicht. Wenn ich mich in seine Situation versetze. Ich kann aber nicht beurteilen, welche Schmerzen er durchmachen musste.“

„Aber ich kann die mentale Seite beurteilen. Das wird sicher im Kopf Auswirkungen haben, weil wir Menschen sind. Dagegen anzukämpfen, ist schwierig. Man erinnert sich an schlechte Dinge. Das hat uns in der Evolution weitergebracht.“

Trotzdem glaubt Morbidelli, dass Marquez ein erfolgreiches Comeback gelingen kann: „Er ist ein harter Kerl. Deswegen sehe ich keinen Grund, dass er sich nicht zurückkämpfen kann und wieder so wird, wie er war.“

In der Moto2-Saison 2015 brach sich Morbidelli bei einem Motocross-Unfall das Schien- und Wadenbein im rechten Bein. Damals musste er vier Rennen pausieren. 2018 zog er sich bei einem Trainingssturz in Assen einen Bruch des linken Mittelhandknochens zu und musste anschließend auch auf dem Sachsenring passen. Das waren bisher Morbidellis schwerste Verletzungen.

Text von Gerald Dirnbeck

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