Jorge Martin - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Jorge Martin meldete sich
nach zwei Nullern mit einem Sieg zurück

(Motorsport-Total.com) – Gresini-Pilot Jorge Martin (Honda) holte sich beim Italien-Grand-Prix in Mugello seinen dritten Saisonsieg.

Martin wandelte seine starke Form der Trainings endlich wieder in ein gutes Ergebnis um, nachdem er in Jerez und Le Mans unschuldig zu Sturz kam. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren gab es in diesem Jahr keine große Gruppe. Die Top 3 konnten sich bereits kurz nach dem Start vom Rest des Feldes absetzen. Im Ziel lagen wurden Sieger Martin und Marco Bezzecchi (KTM) auf der zweitne Position nur durch 0,019 Sekunden voneinander getrennt. Fabio di Giannantonio (Honda) kam weitere 0,005 Sekunden dahinter als Dritter ins Ziel. Philipp Öttl (KTM) fuhr ein enttäuschendes Rennen und wurde als 19. abgewunken.

Martin erwischte von der Pole-Position aus den besten Start und bog als Führender in Kurve 1. Der Spanier versuchte, seinen Gegnern sofort zu entkommen, um sich nicht auf eine Windschattenschlacht einlassen zu müssen. Öttl erlebte einen desaströsen Start in den Italien-Grand-Prix. Der Deutsche beendete Runde eins nur auf der 28. Position.

Martins Ausreißversuch scheiterte. Nach wenigen Runden bildete sich eine Dreiergruppe, bestehend aus ihm und den beiden Italienern Marco Bezzecchi und Fabio di Giannantonio. Die Verfolgergruppe lag nach vier Runden bereits knapp drei Sekunden zurück. Die Positionen der Top 3 wechselten von Runde zu Runde. Alle drei Piloten führten das Rennen zwischenzeitlich an. Auf der Geraden war die KTM von Bezzecchi etwas schneller als die beiden Hondas der Gresini-Piloten.

Ein wilder Sturz, ein Steinschlag und ein Kaninchen
Honda-Pilot Adam Norrodin sorgte für eine Schrecksekunde, als er in Kurve 5 die Kontrolle über seine Moto3-Maschine verlor. Norrodin kam zu Sturz, blieb dabei aber unverletzt. Weniger glimpflich verlief der Zwischenfall für das Arbeitsgerät des Malaysiers. Die Honda überschlug sich mehrfach und wurde arg lädiert. Und auch Pole-Setter Martin hatte Glück im Unglück. Ein aufgewirbelter Stein aus dem Kiesbett durchschoss die Scheibe seiner Honda. Martin wurde bei dem Zwischenfall nicht verletzt und durfte weiter auf den Sieg hoffen.

Zur Rennhalbzeit hatte die Führungsgruppe bereits knapp sieben Sekunden Vorsprung auf die Verfolgergruppe herausgefahren. Die Rundenzeiten der beiden Gruppen waren aber mittlerweile ähnlich schnell. Öttl hatte sich bereits in die Top 20 vorgekämpft und durfte nach der schwierigen Auftaktphase auf ein Finish in den Punkterängen hoffen.

Im finalen Renndrittel kämpfte Bezzecchi, um den Anschluss an das Gresini-Duo zu halten. Taktierte der PrüstelGP-Pilot und wollte seine Karten nicht aufdecken? Oder konnte er zu diesem Zeitpunkt nicht schneller fahren? Sieben Runden vor Rennende sorgte ein Kaninchen für Aufregung. Das Tier lief Martin vor das Motorrad. Der Spanier reagierte schnell und verhinderte Schlimmeres. Durch diesen Vorfall rückten die Top 3 erneut zusammen.

Die Top 3 taktieren zeitig
In der Führungsgruppe wollte keiner der Fahrer die Führungsarbeit leisten. Di Giannantonio und Bezzecchi steckten bewusst zurück und überließen Martin die Führung. Auf den Geraden war Bezzecchi nach wie vor der schnellste Fahrer, doch im kurvigen Teil verlor der KTM-Pilot viel Zeit und konnte den beiden Gresini-Piloten nicht ganz folgen. Besonders im ersten Sektor hatte Bezzecchi zu kämpfen. Der Showdown rückte näher.

In der letzten Runde verbremste sich Bezzecchi in Kurve 1, Martin holte sich die Führung zurück, doch di Giannantonio folgte Martin wie ein Schatten. Martin bog als Führender in die letzte Kurve und setzte sich in der Windschattenschlacht bis zur Linie hauchdünn gegen seine beiden Verfolger durch. Im Ziel wurden die Top 3 durch 0,024 Sekunden voneinander getrennt. Bezzecchi wurde Zweiter, di Giannantonio Dritter. Öttl kam auf Position 19 ins Ziel und sammelte keine Punkte.

Jorge Martin beendet seine Pechsträhne
Martin wirkte nach dem Sieg in Italien erleichtert. Die Pechsträhne der vergangenen Rennen endete. „Ich wollte am Beginn in einen guten Rhythmus kommen, weil im Vorjahr war das einen einzige Katastrophe. Als ich gesehen habe, dass wir vier Sekunden Vorsprung haben, blieb ich ruhig. Es war schwierig, weil Bezzecchi so schnell war. Den letzten Sektor bin ich dann so schnell wie möglich gefahren. Dieser Sieg ist sehr wichtig für mich, nach den beiden Ausfällen. Ich freue mich jetzt schon auf Montmelo, eine tolle Strecke für mich“, so der Gresini-Pilot.

„Ich hatte das gesamte Rennen über Probleme“, erklärt Bezzecchi. „Vor allem die Front war sehr unruhig. Das war schwierig, weil Jorge und Diggia so schnell waren im ersten Teil. Am Ende habe ich alles versucht. Ich wollte das Podium beim Heimrennen. Als ich gesehen habe, dass nur noch wir drei übrig sind, wollte ich hinten dran bleiben. Aber ich war wirklich am Limit. Aber ich freue mich über Platz zwei nach dem Le-Mans-Rennen.“

„Ich habe mein Bestes gegeben“, bemerkt di Giannantonio. „Der Rhythmus war toll. Vor allem zu Beginn waren wir sehr schnell. Ich habe versucht, die Reifen zu managen – speziell den Hinterreifen. In der letzten Runde wollte ich möglichst nah an Jorge heranfahren, aber auf der Geraden hat mich Bezzecchi geschnappt. Es war schwierig, zu überholen. Aber es ist ein Podium in Mugello, daher wollen wir jetzt feiern!“

Das nächste Rennen der Moto3-WM findet am 17. Juni in Barcelona statt.

Ergebnisse Mugello Moto3 2018 Rennen

Mugello Moto3 Race - @www.motogp.com

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Text von Sebastian Fränzschky

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