Ducati V21L - © Ducati

© Ducati – Die Ducati V21L wird in dieser Saison von allen neun MotoE-Teams eingesetzt

(Motorsport-Total.com) – Auf dem Circuito de Jerez in Südspanien fiel in dieser Woche der Startschuss für die neue Ära der Elektrorennserie MotoE.

In der insgesamt fünften Saison liefert erstmals nicht mehr Energica die Einheitsmotorräder, sondern Ducati. Das zum Einsatz kommende E-Bike ist die Ducati V21L. Und die wurde Montag, Dienstag, Mittwoch in Jerez erstmals von allen neun Teams getestet.

Am Montag und auch am Mittwochvormittag war die Strecke in Jerez feucht, weshalb in diesen Sessions keine repräsentativen Rundenzeiten gefahren werden konnten. Am Dienstag aber war der Asphalt trocken und ließ Runden mit Slicks zu. Und dabei wurde der MotoE-Streckenrekord aus der Energica-Ära (1:47.473 Minuten von Eric Granado im Mai 2021) direkt geknackt.

LCR-Pilot Granado selber war es, der seinen eigenen Streckenrekord knackte. Der Brasilianer umrundete den 4,424 Kilometer langen Kurs in Jerez am Dienstagnachmittag in 1:47.053 Minuten. Das reichte zur Wochenbestzeit, denn am Mittwoch waren die Streckenbedingungen auch nachmittags nicht mehr ganz so gut die am Dienstag.

Zweitschnellster hinter Granado war Gresini-Pilot Matteo Ferrari mit einem Rückstand von 0,257 Sekunden. MotoE-Rookie Nicholas Spinelli aus dem Pons-Team, dessen Teamkollege Mattia Casadei sowie Intact-Pilot Randy Krummenacher rundeten die Top 5 des Dreitagestests ab.

Krummenacher hat für die Saison 2023 den Platz seines Schweizer Landsmanns Dominique Aegerter übernommen. Der MotoE-Champion von 2022 nämlich fährt in diesem Jahr in der Superbike-WM.

Neues MotoE-Bike eine Sekunde langsamer als Moto3
Zur Einordnung: Mit der von Eric Granado gefahrenen Testbestzeit von 1:47.053 Minuten war die Ducati V21L beim ersten offiziellen Test eine Sekunde langsamer als der bestehende Jerez-Rundenrekord der Moto3-WM. Auf die Supersport-WM (im Rahmen der Superbike-WM) und auf die Moto2-WM fehlen dem neuen MotoE-Bike aber noch einige Sekunden.

Der Moto3-Rundenrekord in Jerez steht bei 1:46.060 Minuten, gefahren von Jaume Masia im Juli 2020. Der Supersport-Rundenrekord steht bei 1:42.329 Minuten, gefahren von Dominique Aegerter im September 2021. Und der Moto2-Rundenrekord steht bei 1:41.313 Minuten, gefahren von Sam Lowes im Mai 2021.

Dazu sei gesagt, dass die erwähnten Rekorde in Moto3-, Supersport- und Moto2-Klasse allesamt Rundenrekorde aus den jeweiligen Rennen sind, also nicht die absoluten Streckenrekorde der jeweiligen Klassen.

Das erste Rennwochenende im MotoE-Kalender 2023 steht für den 13. Mai in Le Mans auf dem Plan. Neu in dieser Saison ist nicht nur das Motorrad, sondern auch der Zeitplan. Alle acht MotoE-Events 2023 sind Double-Header, wobei beide Rennen samstags ausgetragen werden.

Ergebnis MotoE-Test in Jerez (Top 10):
01. Eric Granado (LCR) – 1:47.053 Minuten
02. Matteo Ferrari (Gresini) – 1:47.310
03. Nicholas Spinelli (Pons) – 1:47.478
04. Mattia Casadei (Pons) – 1:47.504
05. Randy Krummenacher (Intact) – 1:47.524
06. Hikari Okubo (Tech 3) – 1:47.526
07. Jordi Torres (Aspar) – 1:47.548
08. Kevin Manfredi (SIC58) – 1:47.638
09. Hector Garzo (Intact) – 1:47.695
10. Miquel Pons (LCR) – 1:47.810

Text von Mario Fritzsche

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