Marc Marquez - © LAT

© LAT – Marc Marquez rechnet im Rennen mit
einer schwierigen Aufgabe

(Motorsport-Total.com) – Mit Platz zwei im Qualifying zum Grand Prix von Frankreich hat sich Honda-Speerspitze Marc Marquez eine gute Ausgangsposition für das MotoGP-Rennen am Sonntag verschafft.

Steht der Spanier also vor seinem dritten Saisonsieg 2018? Eher nicht – so die Einschätzung von Marquez nach den Erfahrungen aus den Trainings und dem Qualifying in Le Mans. „Man darf nicht vergessen, dass wir im vergangenen Jahr auf dieser Strecke größte Probleme hatten“, sagt er.

„Jetzt sieht es aber so aus als wären wir ganz gut dabei. Nicht so gut wie in Austin oder Jerez, aber immerhin können wir vorn mitkämpfen“, meint Marquez vor dem fünften Rennen der MotoGP-Saison 2018. In der Zeitenjagd am Samstagnachmittag war der Spanier wieder einmal klar schnellster Honda-Pilot. Auf die Polezeit von Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) fehlten am Ende 0,108 Sekunden. „Ich habe auf der ersten Runde einen kleinen Fehler in Kurve 4 gemacht. In der zweiten gingen die Reifen nicht mehr ordentlich.“

Marquez, der im Gegensatz zu Teamkollege Dani Pedrosa (10.) nicht nur die neue Aerodynamik, sondern zusätzlich auch die Karbon-Schwinge nutzen darf, bescheinigt Honda große Fortschritte. „Aber eines darf nicht vergessen: Hier mussten sich reichlich Hondas in Q1 schon stellen. In Jerez waren drei Hondas in den ersten beiden Reihen“, meint der viermalige MotoGP-Weltmeister. „Wir haben hier leichte Probleme. Hier mehr als auf anderen Strecken.“

„Ich konnte hier um die Pole mitkämpfen und hatte sonst einen ganz guten Rhythmus. Das ist das Wichtigste. Man muss aber festhalten, dass mit Blick auf das Rennen Johann und Dovi bestimmt schneller sein werden. Auch Dovi ist schneller als wir. Ich muss zusehen, dass ich irgendwie auf das Podium komme und dann auf anderen Strecken wieder ganz vorne bin“, sagt Marquez, der die Auswirkungen der neuen Aerodynamik zu spüren bekam, als Teile davon bei einem Ausrutscher im dritten Training verloren gegangen waren.

„Die Aero bringt uns vor allem mehr Stabilität auf der Bremse. Wenn Teile davon weg sind, dann zieht das Bike auf der Bremse ein wenig in eine Richtung. So war das heute bei mir“, schildert er. Die Kombination aus neuer Aerodynamik und der Karbon-Schwinge soll dafür sorgen, dass die Reifen das Rennen besser überstehen. Die Kehrseite: Viel Abtrieb lässt das Limit zu einem noch schmaleren Grat werden. „Wir haben deswegen schon viele Unfälle gesehen“, sagt Marquez. „Wenn es rutscht, dann gleich ganz aggressiv. Da muss man aufpassen.“

Während der Spanier berechtigte Hoffnungen auf den nächsten Podestplatz haben darf, liegt vor Teamkollege Pedrosa ein weiter Weg aus der vierten Startreihe nach vorn. „Es fehlt mir überall ein bisschen. Un Summe über eine gesamte Runde ist es dann ziemlich viel“, sagt er. „Wenn ich nur ein bisschen zulegen kann, wird das große Wirkung haben. Eine Kleinigkeit macht hier in einer Kurve gleich mal drei oder vier Zehntel aus. Im engen Feld kann das großer Bedeutung haben.“

„Ich möchte positiv nach vorn schauen. Hoffentlich finden wir gemeinsam mit dem Team eine gute Richtung für weitere Verbesserungen. Wenn wir dieses Extra-Zehntel bis morgen finden können, dann geht was“, meint Pedrosa, der mit der Aluminium-Schwinge fahren musste. „Kein großer Unterschied“, winkt er ab. „Ich durfte beides schon ausprobieren und muss sagen, dass es vor allem hier in Le Mans wenig ausmacht. Das wird auf anderen Strecken etwas deutlicher ausfallen.“

Le Mans 2018 – MotoGP Ergebnisse Qualifikation

MotoGP Q2 Le Mans @www.motogp.com

Text von Heiko Stritzke

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