Pedro Acosta - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Pedro Acosta hat an seinen sechs Tagen in Sepang viel gelernt

(Motorsport-Total.com) – „Ich war jetzt zehn Tage hier und bin sechs davon gefahren. Es wurde schon ziemlich langweilig“, sagt Pedro Acosta am Ende des Wintertests in Malaysia.

Als Rookie durfte er in Sepang auch den Shakedown fahren und spulte somit insgesamt ein großes Arbeitspensum ab.

Der amtierende Moto2-Weltmeister zeigte mit seiner KTM in GasGas-Farben konkurrenzfähige Rundenzeiten. Er beendete den Test in Malaysia mit 1:57.365 Minuten und landete in den Top 10. Fast wäre Acosta schnellster KTM-Fahrer gewesen.

Aber am späten Donnerstagnachmittag fuhr Brad Binder noch um wenige Hundertstelsekunden schneller. Für Acosta stand ohnehin der Lernprozess auf das komplizierte MotoGP-Motorrad im Fokus.

„Ein Ziel war es“, sagt Tech3-Teammanager Nicolas Goyon, „Pedro auf das MotoGP-Level zu bringen. Ich habe das Gefühl, dass diese Mission erledigt ist. Er ist mehr als 1.500 Kilometer gefahren und hat sich deutlich verbessert, inklusive einer beeindruckenden Rennsimulation.“

„Auf technischer Seite haben wir sehr gut gearbeitet. Wir haben ein sehr reifes Talent entdeckt“, lobt der Franzose den 19-Jährigen. Acosta probierte unter anderem auch eine andere Verkleidung. Bei Longruns standen die verschiedenen Elektronik-Mappings im Fokus.

„Es wird immer besser und der Fahrstil wird flüssiger und natürlicher“, sagt Acosta über seinen Lernprozess. „Wir befinden uns auf dem richtigen Weg. In ein paar Kurven hat es noch nicht gepasst, aber es kann noch nicht alles perfekt sein.“

Und zur Sprint-Simulation meint er: „Es war gut, dass ich ständig im Bereich von 1:58 Minuten gefahren bin. Bei der Sprint-Simulation ging es mehr um die Warnungen vom Motorrad und darauf zu reagieren, als schnell zu sein.“

Acosta hat in seiner bisher kurzen, aber sportlich sehr erfolgreichen Karriere für viele Schlagzeilen gesorgt. Auch seine Testfahrten und Rundenzeiten wurden aufmerksam verfolgt. Der Spanier steht im Fokus. Viele im Fahrerlager prophezeien ihm in der MotoGP eine große Zukunft.

„Druck ist nur ein Wort“, winkt der zweimalige Weltmeister ab. „In den vergangenen drei Jahren habe ich jeden Tag mit Druck gelebt. Das ist jetzt schon normal. Man darf nicht zu sehr auf die Tests schauen.“

Denn während sich Acosta hauptsächlich auf sich selbst konzentrieren konnte, haben die Werksfahrer vor allem technische Entwicklungen evaluiert und noch nicht alle Karten aufgedeckt. Deshalb will Acosta seine Testergebnisse nicht überbewerten.

Aber was muss er noch lernen? „Ich bin noch sechs Zehntelsekunden zurück“, antwortet er lachend. „Sie wissen alle, wie sie schnell fahren müssen. Es ist keine Überraschung, aber ich bin zufrieden, weil ich schneller als der Rundenrekord war. Aber es ist noch ein langer Weg.“

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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