Alex Rins - © Suzuki

© Suzuki – Alex Rins glaubt an Fortschritte im Qualifying-Modus

(Motorsport-Total.com) – Suzuki beendete den ersten Testtag auf dem Losail-Circuit in Katar mit beiden Fahrer an der Spitze.

Alex Rins rückte am späten Abend noch einmal für eine Zeitattacke aus und stellte mit 1:54.462 Minuten die Bestzeit auf. Damit war der Spanier um zwei Tausendstelsekunden schneller als sein Teamkollege und Landsmann Joan Mir.

Im vergangenen Jahr war das Qualifying eine Schwachstelle von Suzuki. Zeigen diese schnellen Runden, dass man sich in diesem Bereich verbessert hat? „Danach sieht es aus“, meint Rins. „In den letzten Minuten konnte ich die schnellste Runde fahren. Warten wir das Qualifying ab.“ Und woher kommt diese Steigerung? „Das kommt von den Reifen.“

Schon beim Sepang-Test hatte sich gezeigt, dass die neue Hinterreifenkonstruktion von Michelin den Reihenvierzylindern offenbar etwas besser passt. „Mit dem neuen Hinterreifen hat man in Schräglage mehr Grip. Für uns ist das gut“, so Rins. Aber nicht nur über eine schnelle Runde wirkte Suzuki gut aufgestellt, sondern auch insgesamt konkurrenzfähig.

Vergleichstests mit neuem Chassis
„Es war ein guter Tag“, sagt der zweimalige MotoGP-Rennsieger. „Wir haben viel ausprobiert. Es waren keine neuen Dinge, sondern Sachen, die wir schon in Sepang probiert haben. Verkleidung, Elektronik und Dämpfung. Ich bin zufrieden, denn alles scheint auch auf einer anderen Strecke zu funktionieren.“

In Sepang testete Suzuki ein neues Chassis. Davon gibt es weiterhin nur eine Version. Weitere werden in Japan für den Saisonauftakt vorbereitet. Am Sonntag will Rins weitere Vergleichstests mit dem neuen Chassis und der Standard-Variante durchführen. In erster Linie geht es für Suzuki beim abschließenden Wintertest um Details.

Mir musste mit einer etwas anderen Chassis-Version fahren, das wieder Carbon-Verstärkungen aufwies. Trotzdem war er gut unterwegs. „Wir haben an allen Aspekten gearbeitet, nicht nur an der schnellen Runde“, hält Mir fest. „Wir haben die Rennpace verbessert. Mit einem neuen Reifen war es besser. Die Rundenzeit ist einfach gekommen.“

„Ich bin zufrieden, denn ich war den ganzen Tag schnell. Ich hatte ein gutes Gefühl und Vertrauen zum Motorrad. Das ist wichtig. Am Ende haben wir einen neuen Reifen eingesteckt, aber ich konnte mich nicht steigern. Wir müssen das Motorrad etwas anpassen. Es gibt noch einen kleinen Spielraum für Fortschritte.“

Interessant war, dass Marc Marquez mehrmals Rins auf der Strecke folgte. Ist Rins für den Weltmeister deshalb momentan die Referenz? „Nein, das glaube ich nicht“, winkt Rins ab. „Wir sind mehrmals miteinander gefahren, weil wir zur gleichen Zeit die Box verlassen haben.“ Trotzdem hat sich Suzuki in eine Position gebracht, um im Spitzenfeld eine Rolle spielen zu können.

Die Testzeiten aus Katar (Samstag):
01. Alex Rins (Suzuki) – 1:54.462 Minuten (47)
02. Joan Mir (Suzuki) +0,002 Sekunden (54)
03. Maverick Vinales (Yamaha) +0,032 (50)
04. Danilo Petrucci (Ducati) +0,172 (41)
05. Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) +0,238 (57)
06. Marc Marquez (Honda) +0,361 (42)
07. Valentino Rossi (Yamaha) +0,414 (51)
08. Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) +0,612 (56)
09. Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) +0,742 (56)
10. Aleix Espargaro (Gresini-Aprilia) +0,806 (41)
11. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,846 (43)
12. Johann Zarco (Avintia-Ducati) +0,898 (63)
13. Jack Miller (Pramac-Ducati) +0,968 (51)
14. Pol Espargaro (KTM) +0,987 (43)
15. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) +1,165 (41)
16. Brad Binder (KTM) +1,182 (53)
17. Tito Rabat (Avintia-Ducati) +1,245 (60)
18. Miguel Oliveira (Tech-3-KTM) +1,275 (42)
19. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +1,295 (50)
20. Iker Lecuona (Tech-3-KTM) +1,673 (47)
21. Alex Marquez (Honda) +2,090 (57)
22. Bradley Smith (Gresini-Aprilia) +2,565 (54)

Text von Gerald Dirnbeck, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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