Pol Espargaro - © GasGas

© GasGas – Pol Espargaro befindet sich nach dem schweren Sturz am Weg der Besserung

(Motorsport-Total.com) – Pol Espargaro ist Ende März beim Saisonauftakt in Portimao (Portugal) im zweiten Freitagstraining schwer gestürzt.

Beim Aufprall gegen die Streckenbegrenzung zog sich der Spanier mehrere Verletzungen zu, darunter auch einen gebrochenen Unterkiefer.

Seither musste Espargaro pausieren. Seit Austin (USA) wird er im Tech3-GasGas-Team von Jonas Folger vertreten. Der Deutsche sitzt so lange auf der KTM, bis Espargaro genesen und bereit für ein Comeback ist.

Erstmals seit der schweren Verletzung gab Espargaro selbst ein Update. „Endlich bin ich zurück auf Social Media“, sagt er in einem Video auf seinem Instagram-Kanal. „Der Unfall ist jetzt ein Monat und eine Woche her.“

„Ich kann jetzt wieder ein wenig sprechen. Ich hatte mir das Unterkiefer an zwei Stellen gebrochen. Mein Mund war vier Wochen lang komplett geschlossen. Ich konnte nichts essen. Ich habe viel Gewicht verloren.“

„Aber jetzt kann ich wieder lachen und recht gut sprechen. Ich hatte auch eine Verletzung beim Ohr, die nach dem Unfall in Barcelona operiert worden ist. Ich hatte mehrere Verletzungen. Es waren in meinem Körper insgesamt acht Knochen gebrochen.“

„Zwei Rippen, eine Fraktur beim Nacken und drei am Rücken, die etwas länger brauchen, um zu heilen. Die Ärzte checken das sehr genau. Ein Rückenwirbel hat die Hälfte des Fortsatzes verloren. Man muss bei so einer Verletzung sehr sorgfältig sein.“

„Bei einer Wirbelverletzung kann auch ganz schnell das Rückenmark beschädigt werden. Wir arbeiten Hand in Hand mit den Ärzten, damit ich sobald wie möglich zurückkehren kann. Ich muss gesund zurückkommen.“

„Natürlich will ich sofort auf das Motorrad springen, wenn ich mir die Ergebnisse von Jerez ansehe. Das Werk arbeitet großartig und das Motorrad ist jetzt eine Rakete“, spricht er die Podestplätze von seinen Kollegen Brad Binder und Jack Miller an.

Wann ein Comeback realistisch sein könnte
Espargaro steht auch in regelmäßigem Kontakt mit seinem Tech-3-Team. Teamchef Herve Poncharal vermisst seinen Fahrer sehr, denn mit seinem Enthusiasmus kann der Spanier das ganze Team motivieren und mitreißen.

„Wir alle lieben Pol, weil er vor Leben sprüht und immer positiv ist“, sagt Poncharal im ‚MotoGP Podcast‘. „Man will ihn immer knuddeln. Er ist nie negativ. Er hatte einen Kieferbruch und konnte nur mit einem Trinkhalm etwas zu sich nehmen.“

„Jetzt kann er wieder sprechen und normal essen. Er hat schon viel erlebt, aber er sagt, dass es jetzt die schwierigste Phase war. Er schickt mir Videos und Fotos, um mir seine Fortschritte zu zeigen. Er möchte sobald wie möglich zurückkommen. Er ist voll motiviert.“

Und wann könnte sich ein Comeback realistischerweise abzeichnen? „Es wird nicht Le Mans sein. Das nächste Ziel ist Mugello“, meint Poncharal. „Wir wissen es aber noch nicht und müssen die Position der Ärzte abwarten.“

Text von Gerald Dirnbeck

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