Rinaldi u Redding - © Aruba.it Racing - Ducati

© Aruba.it Racing – Ducati – Michael Ruben Rinaldi ist einen Kopf kleiner als Teamkollege Scott Redding

(Motorsport-Total.com) – Ducati befindet sich in der dritten WSBK-Saison mit der Panigale V4R. Doch die Entwicklung lief zuletzt schleppend.

Nachdem Alvaro Bautista und Chaz Davies 2019 das Werksteam bildeten, wurde Bautista im Vorjahr durch Scott Redding ersetzt.

In diesem Jahr fährt Michael Ruben Rinaldi die zweite Werks-Ducati und trat damit die Nachfolge von Chaz Davies an. Ducati verfügt somit über einen sehr großen und einen sehr kleinen Fahrer. Bremst das die Entwicklung?

Redding ist mit 1,85 Metern und 78 Kilogramm deutlich größer und schwerer als Rinaldi, der 1,69 Meter groß ist und 62 Kilogramm wiegt. „Die Probleme sind von Fahrer zu Fahrer manchmal anders, doch es geht mehr um den Fahrstil als um die Größe des Fahrers“, erklärt Technikdirektor Marco Zambenedetti im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

Scott Redding hätte lieber mit Chaz Davies weitergemacht
Ducati-Werkspilot Scott Redding sieht das anders und ärgerte sich bereits kurz nach Rinaldis Verpflichtung über den von Ducati eingeschlagenen Weg. „Wir können nicht zusammenarbeiten, weil wir zu verschieden sind“, ist Redding überzeugt.

„Er hat aber ähnliche Probleme wie ich. Es sind Probleme, die er im vergangenen Jahr nicht hatte. Das ist gut, denn es zeigt, dass es Unterschiede gibt von 2019 zu 2020. Das ist positiv. Aber ansonsten schaue ich nur auf mich und versuche, das Motorrad so gut es geht für mich abzustimmen“, so Redding.

Ducati widerspricht Scott Reddings Kritik
Ducati hingegen vertritt den Standpunkt, dass der Fahrstil des jeweiligen Fahrers wichtiger ist, um gemeinsam entwickeln zu können. Marco Zambenedetti erinnert sich an die Saison 2019, in der Alvaro Bautista und Chaz Davies für das Werksteam fuhren und sich gegenseitig kaum helfen konnten.

„Es war schwieriger, den Unterschied zwischen Chaz und Alvaro im ersten Jahr zu managen. Die Fahrstile waren komplett unterschiedlich. Beide Fahrer waren schnell, erzielten ihre Rundenzeiten aber sehr unterschiedlich“, erinnert sich Zambenedetti.

„Das war für die Ingenieure sehr schwierig. Es war sehr schwierig, bei der Entwicklung den richtigen Weg einzuschlagen. In diesem Jahr haben wir zwei Fahrer mit ähnlichen Fahrstilen“, stellt der Ducati-Ingenieur fest und nimmt damit Reddings Aussagen den Wind aus den Segeln.

Keine Einigkeit in Sachen Abstimmung
Doch auch wenn das aktuelle Ducati-Werksduo in Sachen Entwicklung in die gleiche Richtung arbeitet, unterscheiden sich die Abstimmungen von Reddings und Rinaldis Maschine deutlich.

„Natürlich muss es ergonomische Anpassungen an die Größe der Fahrer geben. Und auch die Abstimmungen sind unterschiedlich, um für den jeweiligen Fahrer die beste Balance hinzubekommen. Doch abgesehen davon sind die beiden Fahrer ziemlich ähnlich. Es ist kein großes Problem“, stellt Ducati-Technikdirektor Marco Zambenedetti klar.

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
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