Valentino Rossi - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Der Medium-Hinterreifen baute bei Valentino Rossi extrem ab

(Motorsport-Total.com) – Die Hoffnungen von Valentino Rossi waren für den Grand Prix von Großbritannien groß.

In den Trainings mischte der Petronas-Yamaha-Fahrer konstant in den Top 10 mit. Mit Startplatz acht in der Mitte der dritten Reihe hatte sich der Italiener auch eine gute Ausgangsposition geschaffen.

Doch nach 20 Runden sah Rossi die Zielflagge als 18. und sammelte damit keinen WM-Punkt. Was war geschehen? „Wir wussten, dass es für uns mit dem Medium-Hinterreifen schwieriger ist, weil der harte Reifen für mich etwas besser war“, beginnt er seine Analyse.

„Es wäre heute nicht möglich gewesen, den harten Hinterreifen zu verwenden. Gestern war ich mit diesem Reifen schneller, aber heute hatten wir keine Wahl, weil es viel kühler war. Deshalb habe ich Probleme erwartet, aber nicht so große.“

Die erste Runde beendete Rossi an der sechsten Position. „Mein Start war gut und ich war in der Gruppe dabei. Das war wichtig“, freut er sich über diesen Fortschritt. Denn zuletzt hatte er beim Start immer Plätze verloren.

In der Anfangsphase mischte der 42-Jährige in der Verfolgergruppe mit. „Ich war ungefähr dort, wo ich es erwartet habe. Rund um die Plätze sieben, acht, neun. Aber nach fünf, sechs Runden hat der Hinterreifen extrem nachgelassen.“

Rossi wurde durchgereicht. In der zehnten Runde wurde er mit 2:01.707 Minuten gestoppt. Gleichzeitig fuhr Markenkollege Fabio Quartararo an der Spitze 2:00.472 Minuten. Auch Quartararo hatte den mittleren Hinterreifen, bekam aber keine großen Probleme.

In der 15. Runde fuhr Quartararo immer noch 2:00.922 Minuten, während Rossi nur mehr 2:02.581 schaffte. Seine Zeiten stiegen anschließend bis auf 2:05 Minuten. Quartararo drehte die letzten fünf Umläufe im Bereich von 2:01 Minuten.

„Rechts hatte ich überhaupt keinen Grip mehr“, seufzt Rossi. „Der Reifen war verbrannt und hat viel Performance verloren. Ich habe pro Runde zwei, drei Sekunden verloren. Schließlich bin ich ins Ziel gekommen, aber ich war sehr, sehr langsam. Das ist sehr schade. Ich bin sehr traurig.“

„Ich wollte hier unbedingt ein gutes Ergebnis holen. Mir gefällt die Strecke und mit all den Fans herrschte eine tolle Atmosphäre. Ich habe mich mit dem Motorrad auch sehr gut gefühlt. Das ganze Wochenende war ich konkurrenzfähig. Deshalb wollte ich es in die Top 10 schaffen.“

Zum dritten Mal kam Rossi in diesem Jahr außerhalb der WM-Punkteränge ins Ziel. Mit 28 Zählern ist er weiterhin auf dem 19. Platz der Gesamtwertung.

Text von Gerald Dirnbeck

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