Markus Reiterberger - © LAT

© LAT – Markus Reiterberger erlebte 2019 ein durchwachsenes WSBK-Comeback

(Motorsport-Total.com) – BMW kehrte in der abgelaufenen WSBK-Saison werksseitig in die Superbike-WM zurück.

Tom Sykes fuhr mit der neuen S1000RR in Misano, Donington, Laguna Seca und Magny-Cours in die Top 3 und übertraf damit die Erwartungen. Teamkollege Markus Reiterberger stand deutlich im Schatten. In der neuen Saison wird der Deutsche durch Eugene Laverty ersetzt.

Wie erklärt sich Reiterberger die Podestplätze von Sykes? „Die Basis unseres Motorrads ist sehr gut. Wir haben Glück, dass unser Serien-Motorrad so gut ist. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass die Ergebnisse von Tom besser sind als das Paket“, erklärt Reiterberger im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘.

„Er hat Fähigkeiten, mit denen er tricksen kann. Das kann nur er. Deshalb kann er mehr aus einem Motorrad holen, als es eigentlich kann“, schildert Reiterberger, der die Saison 2019 auf der 14. Position der Fahrerwertung beendete, während Sykes WM-Achter wurde.

In Donington sicherte sich Sykes die Pole-Position. Nicht ohne Grund ist der Weltmeister von 2013 Mister Superpole. „Ich weiß nicht, wie er es macht, aber er kann auch aus einem Paket, das eigentlich nicht gut genug fürs Podium ist, eine extrem schnelle Runde herausdrücken. Das beschert ihm einen guten Startplatz. Dann hält er ein paar Runden durch und fährt aufs Podium. Das ist respektabel. Das kann momentan kein anderer Fahrer“, staunt Reiterberger.

Und was traut „Reiti“ seinem Nachfolger für 2020 zu? „Es kommt darauf an, welche Rahmenbedingungen er hat. Ich weiß nicht, wie seine Teambesetzung aussehen wird. Ich weiß nur, dass ich und mein Crewchief nicht mehr dabei sein werden“, so Reiterberger. „Keine Ahnung, wie die Teamstruktur aussehen wird.“

„Aber wenn er gute Leute bekommt, dann kann er etwas zeigen und Sykes Paroli bieten. Er ist ein Spitzenfahrer und hat das schon öfters bewiesen. Wenn er das bekommt, was er braucht, dann ist er vorne dabei“, prophezeit Reiterberger.

Text von Sebastian Fränzschky

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