Valentino Rossi und Kumpel Uccio - © LAT

© LAT – Valentino Rossi und Kumpel „Uccio“
(Mitte hinten) wollen 2018 wieder jubeln

Für Alessio Salucci, besser bekannt „Uccio“, sind es stressige Tage.

Als langjähriger Weggefährte von MotoGP-Star Valentino Rossi begleitet er nicht nur ihn zu den Tests der Vorsaison, sondern betreut auch die Fahrer der Sky-Racing-Teams in den kleineren Klassen.

Dort schickt Rossi in dieser Saison mit Francesco Bagnaia, Luca Marini (Moto2), Nicolò Bulega und Dennis Foggia (Moto3) vier Italiener ins Rennen.

„Im vergangenen Jahr hatten wir eine großartige Moto2-Saison mit Pecco (Bagnaia; Anm. d. R.), während wir aus technischer Sicht mit KTM in der Moto3 zu kämpfen hatten“, blickt Salucci im Gespräch mit ‚GPOne.com‘ auf das Vorjahr zurück. Für die anstehende Saison zeigt er sich jedoch auch in der kleinsten Rennklasse optimistisch: „Ich bin sicher, dass wir konkurrenzfähig sein werden.“

In der Moto2 setzt er vor allem in Bagnaia große Hoffnungen. Er soll die Nachfolge von MotoGP-Aufsteiger Franco Morbidelli antreten und sich den Titel sichern. „Ich versuche nicht zu übertreiben, aber ich kann sagen, dass Francesco auf dem Papier einer der Fahrer ist, die in jedem Rennen um den Sieg kämpfen können, wie Marquez, Pasini, Oliveira und Binder. Der Wettbewerb wird hart sein.“

Dennoch schätzt Salucci die Chancen von Bagnaia im Titelkampf gut ein: „Er hat sich beim Testen stark präsentiert, genauso wie im vergangenen Jahr. Er konnte sich definitiv steigern und seine Chancen stehen sehr gut.“ Nicht umsonst bekundete Ducati für seinen künftigen Fahrerkader in der MotoGP Interesse am italienischen Nachwuchs. Sogar Gerüchte über einen bereits geschlossenen Vertrag machten die Runde.

Danach gefragt, ob Bagnaia auch Kandidat für ein künftiger VR46-Team in der Königsklasse sei, stellt Salucci jedoch klar: „Solange er (Rossi; Anm. d. R.) selbst noch weiter in der MotoGP fährt, wird es kein Valentino-Team geben.“ Zwar läuft Rossis Vertrag mit Yamaha Ende des Jahres aus. Die Anzeichen auf eine Verlängerung über die kommende Saison hinaus verdichteten sich zuletzt aber zusehends.

„Das habe ich nicht zu beurteilen, aber sein Verlangen, seine Entschlossenheit und Stärke sind klar“, kommentiert „Uccio“ Rossis Zukunft in der MotoGP. „Ich denke nicht, dass für Vale die Zeit gekommen ist, um aufzuhören.“ Er selbst hofft, dass der Yamaha-Star so bald wie möglich unterzeichnet: „Viele Verträge laufen aus, entweder die Fahrer wechseln oder bleiben, wo sie sind. KTM könnte die Verhandlungen aufmischen.“

Mit Blick auf Bagnaias möglichen MotoGP-Aufstieg will Salucci nichts überstürzen. „Da sind viele Dinge zu berücksichtigen“, weiß er. „Ich denke nicht, dass er es eilig haben sollte. Es kommt vielmehr darauf, wann er bereit ist.“ Die Voraussetzungen seien jedenfalls gegeben, „weil er klug und entschlossen ist und während seiner ganzen Karriere immer viele Opfer gebracht hat. Diese Dinge motivieren ihn nur weiter“.

Text von Juliane Ziegengeist

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