Alvaro Bautistas - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Alvaro Bautistas aktueller Vertrag bei Ducati läuft Ende des Jahres aus

(Motorsport-Total.com) – Seit Alvaro Bautista zur Saison 2022 in der Superbike-Weltmeisterschaft (WSBK) zu Ducati zurückgekehrt ist, drückt er der Rennserie beinahe nach Belieben seinen Stempel auf.

Im vergangenen Jahr wurde er mit der Ducati Panigale V4R mit 16 Saisonsiegen (13 davon bei Hauptrennen) Weltmeister. In der aktuellen Saison 2023 ist er bislang sogar noch dominanter.

Von den neun bisherigen Saisonrennen (sechs Hauptrennen und drei Sprintrennen) hat Bautista acht gewonnen. Nach drei von zwölf Rennwochenenden führt er die WSBK-Gesamtwertung 2023 überlegen an. Sein Vorsprung auf den Tabellenzweiten Toprak Razgatlioglu (Yamaha) beträgt schon jetzt satte 56 Punkte. Zum Vergleich: Am Saisonende 2022 hatte Bautista als Weltmeister 72 Punkte Vorsprung auf Razgatlioglu.

Offen ist, ob Bautista seine Karriere über die laufende Saison hinaus fortsetzen wird. Am vergangenen Wochenende in Assen machte er Andeutungen, dass ein Rücktritt am Saisonende im Bereich des Möglichen liegt. Im WSBK-Fahrerlager wird derzeit vermutet, dass schon am kommenden Rennwochenende (5. bis 7. Mai in Barcelona) eine Entscheidung verkündet werden könnte.

Bautista selbst hat sich eigener Aussage zufolge noch nicht festgelegt. Der 38-Jährige will seine Familie entscheiden lassen. „Wir werden sehen“, sagt er. „Bevor die Saison losging habe ich gesagt, dass ich nach dem dritten Rennwochenende eine Entscheidung treffen werde. An diesem Punkt sind wir jetzt.“

„Ich werde jetzt eineinhalb Wochen zu Hause sein bei meiner Familie und meiner Tochter. Ihnen werde ich die Frage stellen, wie ihre Meinung ist. Meine Tochter wird größter und versteht jetzt, dass Daddy nicht zu Hause ist, weil er in der Welt herumreist. Das ist nicht einfach“, so der aktuelle Superbike-Weltmeister.

400. Ducati-Sieg „ein schöner Meilenstein“
Sportlich hat Bautista am vergangenen Wochenende in Assen für einen Meilenstein in der Erfolgsgeschichte von Ducati gesorgt. Der Sieg im Sonntagsrennen nämlich war der 400. Ducati-Sieg in der Superbike-WM. Seitdem die Rennserie im Jahr 1988 gegründet wurde, hat der italienische Hersteller damit fast die Hälfte aller ausgetragenen Rennen gewonnen.

Der erste Ducati-Sieg in der Superbike-WM gelang direkt am ersten Rennwochenende, wenn auch nicht im allerersten Rennen. Im April 1988 in Donington gewann der damalige Ducati-Pilot Marco Lucchinelli den zweiten Lauf des WSBK-Premierenwochenendes. Den Sieg im ersten Lauf errang damals einer, der heute für Ducati arbeitet: Davide Tardozzi auf einer Bimota.

Den am Sonntag eingefahrenen 400. Ducati-Sieg kommentiert Bautista mit den Worten: „Das ist ein schöner Meilenstein für Ducati.“ Er selber will sich von solchen Zahlen und Meilensteinen zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht ablenken lassen: „Ich ziehe es vor, mir die Statistiken meiner Karriere in Ruhe zu Hause anzusehen, wenn ich den Helm mal an den Nagel gehängt haben werde.“ Einen Zeitpunkt, wann das der Fall sein wird, nennt der Spanier (noch) nicht.

„Mit meiner Performance in beruflicher Hinsicht bin ich sehr zufrieden. Die private Seite wird aber immer bedeutender und immer wichtiger. Wir werden sehen“, sagt Bautista und unterstreicht: „Ich habe jetzt zu Hause ein paar Tage Zeit zum Nachdenken. Ich will so bald wie möglich eine Entscheidung für mich, meine Familie und mein Team treffen.

Text von Mario Fritzsche, Co-Autor: Sebastian Fränzschky

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