Rossi Marquez - ©LAT

©LAT – Valentino Rossi sieht keinen Grund,
warum er Marc Marquez die Hand
schütteln sollte

(Motorsport-Total.com) – In einem Interview mit dem italienischen Fernsehen kündigte Marc Marquez vor dem Auftakt des Rennwochenendes in Misano an, mit Valentino Rossi Frieden schließen zu wollen.

Er sprach erneut den unglücklichen Vorfall in Argentinien an und wünschte sich ausgerechnet vor dem Heimspiel der Startnummer 46 einen Neuanfang mit dem „Doktor“. In der Pressekonferenz vor dem San-Marino-Grand-Prix wurde Rossi auf Marquez‘ Aussagen angesprochen und reagierte ablehnend.

„Ich habe davon gehört. Ich weiß nicht. Es klingt seltsam, weil es kein Problem zwischen mir und Marc gibt. Ich weiß nicht, wieso wir jetzt Frieden schließen sollen. Für mich ist es okay“, kommentiert Rossi und erstickte damit die Diskussion im Keim. Doch die anwesenden Journalisten griffen das Thema erneut auf. Ein Handschlag sollte verdeutlichen, dass es kein Problem zwischen den Erzfeinden der Saison 2015 gibt.

„Wenn es kein Problem gibt, dann habe ich auch kein Problem damit, ihm die Hand zu schütteln“, bemerkt Marquez und reicht dem neben ihm sitzenden Rossi die Hand. Doch der schüttelt mit dem Kopf und lehnt die Geste ab. „Was soll ich dazu sagen? Das ist schon das zweite Mal. Es ist kein Problem für mich. Es ändert nichts für mich. Ich fahre wie immer“, so Marquez.

„Wir müssen nicht die Hand schütteln“, kommentiert Rossi und wiederholt: „Wir kommen miteinander aus. Wir haben keine Probleme.“

Der Misano-Grand-Prix ist Rossis absolutes Heimspiel. Unweit der Strecke befinden sich die Ranch, Rossis Pizzeria und der Firmensitz des VR46-Imperiums. Am Rennwochenende dominieren die Rossi-Fans die Tribünen und machen aus Misano ein gelbes Meer.

Wie ist das für Marc Marquez und Jorge Lorenzo, die zu den erklärten Feinden der Rossi-Fans zählen? Marquez reagiert nach dem abgelehnten Handschlag trotzig und spielt auf die aktuelle Form an: „Ich reise mit dem Gefühl hierhin, dass ich die Meisterschaft anführe und sehr gut mit dem Motorrad zurechtkomme. Es ist ein süßer Moment für mich.“

Und auch Jorge Lorenzo wirkt unbeeindruckt: „Wenn ich die Tribünen anschauen würde, dann wäre ich kein MotoGP-Fahrer. Ich schaue nur auf die Kurven. Ich komme damit klar“, so der ehemalige Weltmeister, der nach den starken Testzeiten im August als Favorit ins Rennwochenende geht.

Text von Sebastian Fränzschky

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