Davide Brivio - © Motorsport Images

© Motorsport Images – Suzuki-Teamchef Davide Brivio hat mit Joan Mir den WM-Spitzenreiter im Team

(Motorsport-Total.com) – Ungeachtet zweier verpasster Rennen aufgrund seiner Coronavirus-Infektion hat Valentino Rossi mit zuletzt vier Ausfällen hintereinander die längste Ausfallserie hingelegt, seit er in der Motorrad-Weltmeisterschaft fährt.

Das sind mittlerweile nicht weniger als 25 Jahre.

Während Yamaha-Pilot Rossi seit Anfang September (Misano 1) nicht mehr ins Ziel gekommen ist, hat Suzuki-Pilot Joan Mir in diesem Zeitraum die Führung in der MotoGP-Gesamtwertung übernommen. Am vergangenen Sonntag in Valencia errang der Spanier seinen ersten MotoGP-Sieg. Am kommenden Sonntag kann er beim zweiten Valencia-Rennen bereits Weltmeister werden.

Der Vorsprung von Mir beträgt zwei Rennen vor Schluss der Saison 37 Punkte auf sowohl Petronas-Yamaha-Pilot Fabio Quartararo als auch auf seinen eigenen Suzuki-Teamkollegen Alex Rins. Auf den Tabellenplätzen vier bis sechs haben Maverick Vinales (Yamaha), Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) und Andrea Dovizioso (Ducati) mit 41 bis 45 Punkten Rückstand nur noch theoretische Titelchancen.

Dass sich Mir in seiner zweiten MotoGP-Saison derart in Szene setzen konnte und sich auch Rins trotz Verletzungspause zu Beginn der Saison jetzt noch im Rennen um den WM-Titel befindet, ist laut Ex-Weltmeister Rossi das Ergebnis sehr guter und effizienter Arbeit.

Nicht zuletzt Suzuki-Teamchef Davide Brivio, der zu Beginn der seit 2002 laufenden MotoGP-Ära als Teammanager für Yamaha arbeitete, hat laut Rossi großen Anteil daran, dass Suzuki heutzutage so überzeugend auftritt.

„Ich finde, bei Suzuki wird sehr gut gearbeitet“, sagt Rossi und stellt heraus: „Brivio macht einen fantastischen Job, weil es ihm gelingt, die Arbeit in Japan mit sehr guter Arbeit in Italien (wo Suzukis MotoGP-Team ansässig ist; Anm. d. Red.) zu verschmelzen. Vor allem ist er in der Lage, die Japaner von einer Zusammenarbeit mit den Italienern zu überzeugen.“

„Gemeinsam bilden sie so ein richtig starkes Team“, sagt Rossi und sieht genau das als entscheidenden Faktor dafür, dass Suzuki so stark geworden ist: „Ich glaube, das ist der Grund. Ich glaube nicht, dass es daran liegt, weil das Motorrad so schnell ist.“

2015 kehrte Suzuki nach drei Jahren Pause in die MotoGP-Klasse zurück. Seither hat man die Herstellerwertung stets als Vierter beendet, wobei 2016 in Silverstone mit Vinales der erste Sieg seit dem Comeback gelang und Rins in der Saison 2019 sogar zwei Rennen gewann (Austin und Silverstone).

In der laufenden Saison 2020 steht Suzuki nicht nur bei zwei Siegen (Rins in Aragon 1 und Mir in Valencia 1). Man führt auch alle drei WM-Wertungen – Fahrer, Teams und Hersteller – an und hat somit sehr gute Chancen, das Triple zu schaffen, das in den vergangenen Jahren regelmäßig Honda an Land zog.

Text von Mario Fritzsche, Co-Autor: Matteo Nugnes

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