Kenan Sofuoglu - © LAT

© LAT – Kenan Sofuoglu stand in Imola zum
letzten Mal am Start eines Supersport-Rennens

(Motorsport-Total.com) – Anfang Mai 2018 ging nach 20 Jahren eine der erfolgreichsten Karrieren im Motorradsport zu Ende.

Kenan Sofuoglu beendete beim Rennen in Imola seine Supersport-Karriere, nachdem er insgesamt fünf WM-Titel einfahren konnte. Das gelang noch keinem Fahrer vor ihm. Für seine außergewöhnlichen Leistungen bekam er nun sogar Lob von Valentino Rossi. Der um fünf Jahre ältere Italiener zollt dem Türken Respekt.

Am Rande des vergangenen Rennwochenendes in Le Mans wurde Rossi auf das Karriereende von Sofuoglu angesprochen. Er entgegnete: „Ehrlich gesagt kenne ich Kenan nicht sehr gut, dennoch verfolge ich jedes Rennen. Er ist der Meister der 600er!“, lobte Rossi. Seit der Saison 2006 war Sofuoglu in der Supersport-WM am Start, 2007 folgte sein erster Titelgewinn. Im Jahr danach versuchte er sich in der Superbike-WM, konnte dort aber nicht an seine Erfolge anschließen. Daher folgte 2009 das Comeback in der kleineren Klasse.

2010 folgte der nächste Triumph, während er sich nebenbei auch in der Moto2-Weltmeisterschaft versuchte. In der mittleren Klasse schaffte er es 2011 sogar auf das Podium, in Assen wurde er Zweiter. 2012, 2015 und 2016 dominierte er schließlich das Geschehen in der Supersport-WM erneut.

Im Vorjahr schied er durch eine schwere Verletzung an der Hüfte vorzeitig aus dem WM-Kampf aus, den er bis Magny-Cours wieder anführte. 2018 folgte der nächste Rückschlag mit dem schweren Unfall in Australien, daher beendete er nach der Einführungsrunde in Imola seine aktive Karriere – er bog ohne am Rennen teilzunehmen an die Box ab.

Rossi: „Er ist immer sehr stark und mutig gewesen. Er ist eine großartige Karriere gefahren.“ In knapp 150 Rennen holte der Türke 43 Siege, 34 Pole-Positionen und 85 Podestplätze. „Ich gratuliere ihm dazu und hoffe, dass er den Rest seines Lebens so sehr genießen kann wie seine erfolgreiche Karriere“, schmunzelte der „Doktor“.

Text von Maria Reyer & Oriol Puigdemont

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