Marco Simoncelli - © Team Gresini

© Team Gresini – Sepang 2010: Rossi studiert die Linie von Simoncelli – ein Jahr später die Tragödie

(Motorsport-Total.com) – Als Marco Simoncelli beim Grand Prix von Malaysia 2011 in Sepang auf tragische Weise tödlich verunglückte, brach im MotoGP-Paddock eine Welt zusammen.

Abgesehen von der Familie des damals gerade mal 24-jährigen Italieners war es insbesondere MotoGP-Superstar Valentino Rossi, den die Ereignisse vom Malaysia-Wochenende 2011 schwer getroffen haben.

„Ich werde nie vergessen, wie die Zeit nach dem Rennen in Malaysia damals eine der schlimmsten Zeiten in meinem Leben war“, sagt Rossi und erinnert sich: „Ich ging unmittelbar nach dem Rennen zusammen mit ‚Uccio‘ und meinen Leuten zurück in mein Motorhome und wahr wirklich verzweifelt.“

„Es war einer dieser Momente, in denen du einfach nicht weißt, was du tun musst, damit es überhaupt weitergeht. Und obwohl das jetzt schon so lange her ist, ist es leider ein Gefühl, das ich nie vergessen werde“, so Rossi.

„Wir haben damals einen großartigen Fahrer verloren“, sagt der neunmalige Motorrad-Weltmeister über Simoncelli und ist überzeugt: „Er hätte Großes erreichen können. Er hätte sich tolle Zweikämpfe mit den heutigen Spitzenfahrern geliefert. Da bin ich mir sicher.“

„Abgesehen davon“, so Rossi, „habe ich persönlich einen guten Freund verloren. Marco und ich, wir haben in seinen letzten Jahren von 2006 bis 2011 viel Zeit zusammen verbracht. Die Lücke, die er hinterlassen hat, spüre ich noch heute“.

Wie Rossi verrät, war Simoncelli für ihn im Grunde der Wegbereiter für die VR46-Fahrerakademie. Ausgehend von der Akademie hat Rossi sein eigenes Team VR46 gegründet. Seit 2022 ist er mit diesem sogar in der Königsklasse MotoGP vertreten, wenngleich er selber nicht fährt.

Der aktuelle MotoGP-Weltmeister Francesco Bagnaia ist nur ein Beispiel für Fahrer, die es ausgehend von der Förderung in Rossis Akademie zu großen Erfolgen gebracht haben. Marco Bezzecchi, der punktbeste Rookie der MotoGP-Saison 2022, ist ein weiteres Beispiel. Und auch Rossis Halbbruder Luca Marini gehört in die Auflistung.

Der erste Schützling der VR46-Akademie, das war für Rossi aber Simoncelli. „Ich will es mal so sagen: Die Akademie existierte damals zwar noch nicht. Aber Marco war quasi der erste Fahrer der Akademie. Marco war nämlich der erste, den wir mit Trainings ausgebildet haben, und den wir mit meiner Erfahrung unterstützt haben. Und wenn ich sehe, wo die Akademie heute steht, muss ich immer an Marco denken“, gibt Rossi zu.

Text von Mario Fritzsche

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