Dani Pedrosa - © KTM

© KTM – Das erste offizielle Foto von
Dani Pedrosa in KTM-Farben

(Motorsport-Total.com) – Am Donnerstag besuchte Dani Pedrosa erstmals die Motorsportabteilung von KTM, die sich in dem kleinen Ort Munderfing in Oberösterreich befindet.

Zum ersten Mal trug der Spanier die orange Teamkleidung von KTM. Außerdem wurde ein Motorrad mit seiner Startnummer 26 versehen und Pedrosa konnte sich die ersten technischen Details erklären lassen und Gespräche mit den Technikern führen.

Noch wird es dauern, bis er sich von der umfangreichen Operation am rechten Schlüsselbein erholt hat. KTM rechnet damit, dass Pedrosa Ende April oder Anfang Mai mit seiner Arbeit als Testfahrer beginnen wird können. Bei KTM wartet man schon sehnsüchtig auf die ersten richtigen Testfahrten des 31-fachen MotoGP-Siegers. „Wir haben einen großen Plan mit ihm für diese Saison“, sagt Teammanager Mike Leitner bei ‚MotoGP.com‘. „Es hängt jetzt davon ab, wann er bereit ist.“

Dass sich Pedrosa nach seiner aktiven Karriere die Zeit nimmt, sich nach der Operation in Ruhe zu erholen, unterstützt das österreichische Team. „Eines ist von KTM-Seite klar, nämlich dass wir ihn zu 100 Prozent fit auf dem Motorrad haben wollen“, hält Leitner fest. „Er wird vorher nicht fahren. Natürlich wäre es schön, wenn er schon jetzt für uns fahren könnte, aber so ist es nun einmal im Rennsport. Leider hatte er im Laufe seiner Karriere viele Verletzungen. Deswegen war die Idee, dass jetzt alles vernünftig gemacht wird. Für die Zukunft ist das die richtige Strategie.“

Leitner: Pedrosa sieht die Dinge beim Motorrad sehr präzise
Leitner war über viele Jahre lang der Crew-Chief von Pedrosa und kennt den 33-Jährigen sehr genau. „Er ist ein extrem talentierter Fahrer und hat so viele Jahre Erfahrung. Er ist mit sehr guten Motorrädern gegen die besten Fahrer angetreten. Natürlich kann er unserem Projekt sehr helfen. Ich weiß wie er arbeitet und wie präzise er die Dinge auf dem Motorrad sieht“, sagt Leitner. „Er wird für uns eine große Hilfe sein und es wird bestimmt eine gute Partnerschaft zwischen ihm und KTM.“

Aus technischer Sicht muss KTM ein Motorrad für den kleingewachsenen Spanier anpassen. „Er ist von der Ergonomie eine besondere Person und er hatte ein Motorrad, das für ihn über viele Jahre maßgeschneidert war“, sagt Technikchef Sebastian Risse bei ‚MotoGP.com‘. „Wir müssen nun unser Motorrad genauso für ihn bauen, selbst wenn es nur ein Testmotorrad ist. Ein Fahrer muss Vertrauen haben und sich auf dem Motorrad wohlfühlen, um ans Limit gehen zu können.“

Wenn Pedrosa die KTM eines Tages ans Limit bringen kann, dann werden sich für die Techniker interessante Rückschlüsse ergeben. Auch im Vergleich zu Honda, denn KTM setzt ebenfalls auf einen V4-Motor. „Er ist ein sehr nachdenklicher Fahrer, der detaillierte Informationen gibt“, freut sich Risse schon auf die Analysen mit Pedrosa. Diese müssen die Ingenieure dann bei der Weiterentwicklung der RC16 umsetzen. „Natürlich freuen wir uns auf seinen Input und es ist natürlich schade, dass er noch nicht fahren kann“, so Risse. „Aber hoffentlich ist er bald fit.“

Einmal fuhr Pedrosa für KTM schon auf der Rennstrecke. Mitte Dezember gab es einen eintägigen Test in Jerez (Spanien). Das war aber in erster Linie ein Rollout.

Text von Gerald Dirnbeck

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