Jorge Lorenzo - © MotoGP.com

© MotoGP.com – Jorge Lorenzo wirkte beim finalen Einsatz für Yamaha nicht fit genug Zoom

(Motorsport-Total.com) – Jorge Lorenzo verlor seinen Job als Yamaha-Testfahrer nach weniger als einem Jahr.

Mit seiner schwachen Vorstellung beim Portimao-Test Anfang Oktober machte Lorenzo keine gute Werbung in eigener Sache (mehr Infos) und wird bei Yamaha durch Cal Crutchlow ersetzt.

Das Aus bei Yamaha resultierte in einem Wortgefecht mit Crutchlow (mehr Infos). Offen ist, wie es bei Lorenzo weitergeht. Was sagt Honda-Testfahrer Stefan Bradl zu Lorenzos Testarbeit und den enttäuschenden Rundenzeiten in Portimao?

„Es ist offensichtlich, dass er sich beim Portimao-Test in keiner guten Verfassung befand. Aber wo sollte es auch herkommen? Ich weiß nicht, wie viele Monate er nicht mit dem Motorrad fuhr“, kommentiert Bradl.

Jorge Lorenzo langsamer als die Stammpiloten mit Superbikes
Lorenzo lag in Sachen Rundenzeiten etwa fünf Sekunden zurück. Die MotoGP-Stammpiloten waren mit Serien-Superbikes schneller als der ehemalige Weltmeister mit der MotoGP-Yamaha. Entsprechend wenig Aussagekraft hatten die Daten, die Lorenzo sammelte.

„Es ist wie bei anderen Athleten im Sport. Man muss trainieren. Ohne Training kann man nicht performen“, bemerkt Bradl und fügt hinzu: „Wir müssen nicht darüber diskutieren, weil der Kerl ein fünfmaliger Weltmeister ist. Er weiß, wie man schnell fahren kann.“

„Vielleicht ist seine Motivation als Testfahrer nicht so groß wie sie in der Vergangenheit war. Das weiß ich nicht“, grübelt Bradl. „Ich will dazu keine Meinung abgeben. Ich weiß nicht, was er in der Zukunft vorhat. Ob er einfach das Leben genießen möchte oder ob er ins Fahrerlager zurückkehren möchte. Das ist seine Entscheidung.“

Hatte Jorge Lorenzo das Training vernachlässigt?
Bradl ist seit einigen Jahren Honda-Testfahrer und weiß, wie schwierig es ist, sich fit zu halten und im Zweifel sofort einsatzbereit zu sein. „Ich habe mich immer vorbereitet, auch wenn es schwierig ist, die Motivation zu erhalten. Man weiß nie, wann man wieder auf das Motorrad steigen kann. Man muss immer arbeiten, ohne ein konkretes Ziel zu haben“, bemerkt der Zahlinger.

Das ist ein bisschen schwierig. Ich kenne das aus den vergangenen Jahren. Ich war immer froh, gut vorbereitet zu sein, wenn es darauf ankam. Das war immer dann der Fall, wenn es unerwartet kam“, kommentiert Bradl und stellt fest: „Dieser Job ist knifflig.“

„Im Winter konzentriert man sich auf das normale Training, auf die Ausdauer und die Fitness als Testfahrer. Als Testfahrer muss man ein anderes Fitness-Level haben als ein Stammfahrer. Es ist nicht einfach, das hinzubekommen“, weiß der Honda-Testpilot.

Text von Sebastian Fränzschky

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