Jorge Lorenzo - © MotoGPcom

© MotoGPcom – Einen Job im MotoGP-Umfeld hat Jorge Lorenzo für 2021 nicht

(Motorsport-Total.com) – Yamaha hat sich gegen Jorge Lorenzo und für Cal Crutchlow als neuen Testfahrer für das MotoGP-Projekt 2021 entschieden.

Auch wegen Corona konnte das für Lorenzo geplante Testprogramm mit zumindest einem Wildcard-Start in diesem Jahr nicht umgesetzt werden.

Als Lorenzo dann Anfang Oktober zwei Tage in Portimao testen musste, erfüllte er die Erwartungen von Yamaha nicht. Lorenzo wurde Anfang November auch nicht als Ersatz für Valentino Rossi nominiert, als es Unklarheit über einen falsch-positiven Coronatest gab.

Als sich abzeichnete, dass Yamaha nicht mehr mit Lorenzo plant, brachte er sich bei Aprilia ins Gespräch. Doch auch das italienische Team wird mit den gegenwärtigen Fahrern weitermachen und nicht den Ex-Weltmeister als Testfahrer an Board holen.

Lorenzo: „Wie Gold gegen Bronze tauschen“
Lorenzo zählt zu jenen Prominenten, die selbst ihre sozialen Medienkanäle betreuen und keine PR-Agenten dafür haben. So kommt es regelmäßig vor, dass sich Lorenzo auf Twitter und Co. mit ganz normalen Nutzern unterhält.

So twittere jüngst ein Nutzer: „Dass Yamaha nicht dich, einen fünfmaligen Weltmeister, zu ihrem vollen Vorteil genutzt hat, ist wie wenn ein Goldsucher auf Gold stößt – es aber ignoriert und nach Kohle sucht.“

Lorenzo antwortete auf diesen Tweet: „Korrekt. Es ist, als würde man Gold gegen Bronze tauschen …“ Ein klarer Seitenhieb gegen Crutchlow, der dem Spanier den Job als Testfahrer bei Yamaha quasi „weggenommen“ hat.

Crutchlow: „Ihm ist daheim langweilig“
„Ich habe ihm nicht wirklich etwas zu sagen“, meint Crutchlow, als er auf diesen Tweet von Lorenzo angesprochen wird. „Er fühlt sich so, wie er sich fühlt. Ich habe vor ihm als Rennfahrer vollsten Respekt. Er ist fünfmaliger Weltmeister.“

„Er wird dir oft sagen, dass er fünfmaliger Weltmeister ist. Er ist ein unglaublich guter Rennfahrer und auf dem Motorrad etwas sehr, sehr Besonderes. Aber das heißt nicht, dass er auch ein großartiger Testfahrer ist. So einfach ist das.“

„Ich denke, man muss einige Dinge, die er so von sich gibt, mit einem Körnchen Salz nehmen“, meint Crutchlow, dass man Lorenzo nicht so ernst nehmen sollte. „Ich bin mir sicher, dass sich das auf ihn mehr auswirkt als auf mich. Für mich ist okay was er sagt, denn ich nehme das nicht so ernst.“

„Das kommt von einem Kerl, der ständig herumläuft und den Leuten Dinge sagt. Mich stört das nicht. Ich bin glücklich, dass ich etwas tun kann. Ich habe eine Familie und habe in meinem Leben viele Glücksgefühle. Ich habe Freunde. Ihm ist offensichtlich daheim nur langweilig.“

Lorenzo? „Ich kein guter Testfahrer? Dann ist die Erde flach“
In seinem Apartment in Lugano in der italienischsprachigen Schweiz verfolgt Lorenzo das MotoGP-Geschehen. Die Aussagen von Crutchlow kamen auch ihm zu Ohren. Es folgte prompt eine Antwort in einer Instagram-Story.

„Zu sagen, dass ich kein guter Testfahrer bin, ist wie wenn man sagt, dass die Erde eine Scheibe ist“, kontert Lorenzo. „Ingenieure und Fahrer, die bei Yamaha und Ducati die Box mit mir geteilt haben, wissen wie gut ich bei der Entwicklung des Motorrades bin.“

„Wenn wir über Zahlen sprechen, dann ist es eine Tatsache, dass die Anzahl der Siege geringer wurde, als ich diese beiden Teams verlassen habe“, schreibt Lorenzo und äußert sich auch zu Crutchlow: „Cal war in den vergangenen zehn Jahren einer der Fahrer mit mehr Stürzen als Siegen. Ich denke, er wird ein guter Testfahrer sein … um zu testen wie stabil das Bike ist.“

Seine Instagram-Story hinterlegte Lorenzo mit einem Foto von Crutchlow aus dem Jahr 2014. Es zeigte, wie der damalige Ducati-Werksfahrer in Phillip Island auf dem Weg zu Platz zwei kurz vor Rennende gestürzt ist. Diesen zweiten Platz erbte dann Lorenzo …

Text von Gerald Dirnbeck

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