Markus Reiterberger - © Dominik Lack

© Dominik Lack – Markus Reiterberger kehrt
2019 in die Superbike-WM zurück

(Motorsport-Total.com) – Offensichtlich sind die Würfel gefallen: BMW kehrt in der Saison 2019 mit einem werksunterstützten Team in die WSBK zurück.

Die Bayern kooperieren dann mit Shaun Muir, der seit 2016 mit seinem Milwaukee-Team in der Superbike-WM vertreten ist. Als Fahrer werden Ex-Weltmeister Tom Sykes und Superstock-Europameister Markus Reiterberger gehandelt. Die bisherigen Milwaukee-Piloten – Eugene Laverty und Lorenzo Savadori – müssen sich nach neuen Jobs umschauen.

Laverty bestätigt gegenüber ‚Crash.net‘, dass die Gerüchte Realität sind. „Ich bin am Boden zerstört, zu hören, dass Tom Sykes mich ersetzen wird. Ich war von der Chance begeistert, 2019 eine Werks-BMW zu fahren“, kommentiert der Nordire.

Der ehemalige MotoGP-Pilot kann nicht nachvollziehen, warum sich Muir und BMW für Sykes entschieden haben. „Tom ist ein großartiger Fahrer. Aber in den beiden vergangenen Jahren konnte er seinen Teamkollegen nur bei fünf von 50 Rennen besiegen. Ich bin ein Freund von Statistiken und würde sagen, dass er nicht die Leistungen gebracht hat, die möglich waren“, bemerkt Laverty enttäuscht.

Nach seiner Rückkehr in die Superbike-WM hatte Laverty große Ziele und wollte zusammen mit Aprilia das zu Ende bringen, was 2013 nicht erreicht wurde: den WM-Titel gewinnen. Doch mit der in die Jahre gekommenen RSV4 und dem schwachen Engagement von Aprilia konnten die Ziele nicht erreicht werden.

Hinter Kawasaki, Ducati und Yamaha war Aprilia meist nur vierte Kraft in der WSBK. „Ich bin stolz auf meine Leistungen mit der Milwaukee-Aprilia“, betont Laverty, der im Sommer mit Podestplätzen und einer Pole-Position auf sich aufmerksam machte.

Viele Chancen für einen Verbleib in der Superbike-WM hat Laverty nicht mehr. Am wahrscheinlichsten ist momentan, dass der Nordire bei Red-Bull-Honda Teamkollege von Leon Camier wird. Sykes war der Favorit für den zweiten Platz im holländischen Honda-Team. „Es wird nicht einfach, einen Platz zu finden, weil ich so spät über das Ende informiert wurde, doch ich gebe nicht auf“, verspricht Laverty seinen Fans.

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