Alvaro Bautista - © Ducati

© Ducati – Superbike-Rookie Alvaro Bautista fährt momentan in einer eigenen Liga

(Motorsport-Total.com) – WSBK-Rookie Alvaro Bautista hat die Kräfteverhältnisse in der Superbike-WM auf den Kopf gestellt.

Der Spanier wechselte im vergangenen Winter nach neun Jahren in der MotoGP zu den Superbikes und musste sich an viele neue Dinge gewöhnen. Umstellungsprobleme beklagt Bautista aber nicht, denn die bisherigen neun Rennen konnte er souverän gewinnen.

Bei den Rennen auf Phillip Island, in Buriram und in Aragon dominierte er seine Gegner und rückte sich in den Fokus des Interesses. Wurde das Talent des 125er-Weltmeisters von 2006 in der MotoGP falsch eingeordnet?

Zu Beginn seiner MotoGP-Karriere fuhr Bautista für Suzuki im Werksteam, das Ende 2011 geschlossen wurde. Er wechselte zu Gresini und erhielt eine Honda-Kundenmaschine, mit der er 2012 WM-Fünfter wurde. Nach einer enttäuschenden Saison 2014 wechselte Gresini zu Aprilia und Bautista blieb dem Team treu. Aus sportlicher Sicht war es ein deutlicher Abstieg. Bautista erlebte zwei durchwachsene Jahre und wechselte 2017 zum Aspar-Team, wo er zwei Jahre lang eine Kunden-Ducati fuhr. Mit unterlegenem Material schaffte es der Spanier drei Mal als Dritter aufs Podium.

Für 2019 fand er keinen Platz in der Königsklasse und nahm ein Angebot von Ducati an, in die Superbike-WM zu wechseln. Würde der 34-jährige Spanier noch einmal in die MotoGP zurückkehren, wenn er ein gutes Angebot erhält? „Im Moment konzentriere ich mich voll auf die Superbikes. Das ist meine Priorität. Ich bin hier, um gute Rennen zu fahren und wichtige Ergebnisse zu holen. Ich würde nur für ein Werksteam in die MotoGP zurückkehren“, stellt er nach den drei Siegen beim Heimrennen in Aragon klar.

Denkt Bautista nicht, dass man ihn in der MotoGP vermisst? „Schwierig zu sagen und andererseits auch nicht, wenn man bedenkt, dass ich jetzt in der Superbike-WM mit großen Vorsprüngen gewinne. Das hätten sicher nur Wenige erwartet“, wird er von ‚GPOne‘ zitiert. „Ich fahre gut, doch vor allem habe ich ein tolles Team hinter mir und fahre ein wirklich konkurrenzfähiges Motorrad. Mit der Panigale V4 kann ich jetzt jedem zeigen, wie groß mein Potenzial ist.“

Bautistas Erfolg im zweiten Lauf war Ducatis 350. Sieg in der Superbike-WM. Ducati-CEO Claudio Domenicali twitterte nach dem Rennen: „Alvaro und seine V4R haben den 350. Sieg für Ducati in der Superbike-WM erreicht. Nach dem Rennen erzählte er mir, dass das MotoGP-Feeling der V4R perfekt zu seinem Fahrstil passt und er die Vorteile der V4R – die Leistung und die Aerodynamik – perfekt nutzen kann. Ich beglückwünsche Alvaro und die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Ducati und die Ingenieure der Rennabteilung.“

Im Ducati-MotoGP-Werksteam ist Andrea Dovizioso auch für 2020 fix. Teamkollege Danilo Petrucci erhielt aber nur einen Einjahresvertrag und könnte seinen Platz schon in sieben Monaten abgeben, wenn er die Ducati-Manager nicht überzeugt. Neben den Pramac-Piloten Jack Miller und Francesco Bagnaia kann sich auch Bautista Chancen auf den Platz neben Dovizioso ausrechnen. Er empfahl sich bereits im Vorjahr, als er auf Phillip Island die Werks-Ducati von Jorge Lorenzo übernahm und nur knapp hinter Dovizioso ins Ziel kam.

Text von Sebastian Fränzschky

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