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© LAT – Tom Sykes teilt sich die erste Startreihe mit den beiden Werks-Kawasakis

(Motorsport-Total.com) – BMW-Pilot Tom Sykes sicherte sich beim WSBK-Rennwochenende in Donington die Pole-Position.

Es war Sykes‘ 49. Pole-Position und die erste mit der neuen BMW S1000RR. Die Superpole in Donington fand auf abtrocknender Strecke statt. Weltmeister Jonathan Rea und Kawasaki-Teamkollege Leon Haslam komplettieren die erste Startreihe. Sandro Cortese beendete die Superpole auf Position zwölf.

Nach dem verregneten FT3 am Samstagvormittag hielten sich die Regenwolken über dem Traditionskurs in Donington. Immer wieder setzten leichte Regenschauer ein, sodass der Kurs für die Superpole nicht abtrocknete. Am Vormittag umrundete Jonathan Rea den Kurs in 1:40.293 Minuten und war damit der schnellste Fahrer auf nasser Strecke. Die Zeiten in der Superpole waren aber von Beginn an schneller.

Yamaha-Pilot Alex Lowes startete mit einem Sturz in die 25-minütige Session. Der Brite stürzte in der finalen Kurve. Dabei wurde die R1 mit der Startnummer 22 leicht beschädigt. Lowes schob die lädierte Yamaha aus eigener Kraft zurück an die Box. Die Mechaniker mussten unter anderem einen gebrochenen Lenkerstummel ersetzen.

Jonathan Rea zu Beginn der schnellste Fahrer
Rea gab in der Superpole zeitig das Tempo vor. Der Weltmeister fuhr eine 1:38.606er-Runde und drückte seine Zeit 17 Minuten vor dem Ende der Session auf 1:38.253 Minuten. Honda-Pilot Alessandro Delbianco lag auf Position zwei, als er zum zweiten Sturzopfer der Session wurde.

Die Ducati-Piloten starteten verhalten in die Superpole-Session. Barni-Pilot Michael Ruben Rinaldi war mit 15 Minuten Restzeit als Neunter der bestplatzierte Ducati-Pilot. Die beiden Werkspiloten lagen zu diesem Zeitpunkt außerhalb der Top 10.

Yamaha-Pilot Marco Melandri schob sich 13 Minuten vor dem Ende der Session auf die provisorische Pole-Position. Der Italiener schraubte die Bestzeit auf 1:38.098 Minuten herunter. BMW-Ersatzpilot Peter Hickman verpasste Melandris Zeit wenig später um lediglich 0,072 Sekunden und schob sich auf die zweite Position.

Sandro Cortese mit Rückstand, Loris Baz zwischenzeitlich vorn
Sandro Cortese tat sich schwer, ein Gefühl für die schwierigen Bedingungen zu entwickeln. Elf Minuten vor dem Ende der Superpole fand sich der Deutsche nur auf der 15. Position wieder. Er fuhr 2,8 Sekunden langsamer als Teamkollege Melandri.

Loris Baz setzte bei zehn Minuten Restzeit ein Ausrufezeichen und unterbot die Bestzeit um 0,961 Sekunden. Damit war der Franzose zu diesem Zeitpunkt der mit Abstand schnellste Fahrer. Baz legte nach und fuhr eine 1:35.441er-Runde. Er war mehr als 2,6 Sekunden schneller als seine Verfolger.

Leon Haslam setzte acht Minuten vor dem Ende der Session auf Slicks und war auf Bestzeitkurs. Der BSB-Champion unterbot Baz‘ Zeit um 2,826 Sekunden und übernahm die Spitze. Melandri als Dritter war zu diesem Zeitpunkt 5,5 Sekunden langsamer als die provisorische Pole-Zeit von Haslam. Es war offensichtlich, dass Slicks die richtige Wahl für die Schlussoffensive sind.

Lowes rollte mit sieben Minuten Restzeit auf die Strecke und begab sich auf Zeitenjagd. Die Rundenzeiten purzelten und die Reihenfolge wurde kräftig durcheinander gewürfelt. Es wurde erneut Regen gemeldet. Hatte Haslam das richtige Zeitfenster gefunden für die Bestzeit?

Tom Sykes mit starker Schlussoffensive
Tom Sykes zeigte vier Minuten vor dem Ende der Session, dass die Bedingungen weitere Verbesserungen erlauben. Der Freitagsschnellste schraubte die Bestzeit auf 1:31.547 Minuten herunter. Wenig später übernahm Jonathan Rea mit einer 1:31.461er-Runde die Führung, wurde aber sofort von Alex Lowes verdrängt, der eine 1:31.355er-Zeit fuhr.

Drei Minuten vor dem Ende gelang Tom Sykes eine 1:29er-Runde, obwohl an einigen Stellen weitere Regentropfen gemeldet wurden. Der BMW-Pilot unterbot Lowes‘ Zeit um 1,644 Sekunden. Doch Rea hatte ebenfalls noch Reserven und fuhr 0,051 Sekunden schneller. Peter Hickman übernahm zwischenzeitlich die dritte Position. Haslam war nur noch Zehnter.

Eine Minute vor Schluss notierten beinahe alle Fahrer persönliche Bestzeiten. Tom Sykes schob sich erneut an die Spitze und war auf Pole-Kurs. Die Uhr blieb bei 1:27.822 Minuten stehen. Beim finalen Umlauf schraubte Sykes die Zeit auf 1:27.619 Minuten herunter und holte seine 49. Pole-Position.

Jonathan Rea war als Zweiter 0,993 Sekunden langsamer. Leon Haslam komplettiert als Dritter die erste Startreihe. BMW-Ersatzpilot Peter Hickman beeindruckte mit der viertschnellsten Zeit. Loris Baz und WM-Leader Alvaro Bautista komplettieren die zweite Startreihe.

In Reihe drei stehen Toprak Razgatlioglu, Alex Lowes und Marco Melandri. Chaz Davies kam nicht über Startplatz zehn hinaus und führt die vierte Startreihe an, in der auch Jordi Torres und Sandro Cortese stehen. Cortese fuhr in der Superpole 2,629 Sekunden langsamer als Sykes.

Lauf eins wird um 15:00 Uhr (MESZ) gestartet.

Ergebniss WSBK Donington – Superpole
WSBK Superpole - © www.worldsbk.com

Text von Sebastian Fränzschky

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