Johann Zarco Dani Pedrosa - © LAT

© LAT – Johann Zarco und Dani Pedrosa kamen
sich bereits in Runde eins gefährlich nahe

(Motorsport-Total.com) – Wieder knapp am Sieg vorbei, erzielte Johann Zarco mit einem zweiten Platz beim Großen Preis von Argentinien erneut ein starkes Resultat.

Anders als noch in Katar, wo der Tech-3-Yamaha-Pilot lange führte, ihm dann aber die Reifen eingingen, brachte er diese nun besser über die Distanz und konnte damit seinen insgesamt vierten Podestplatz in der MotoGP feiern. Allerdings musste der Franzose in Termas de Rio Hondo auch Kritik einstecken.

Bereits in Runde eins stieg er im Kampf um Platz hart gegen Dani Pedrosa (Honda) ein, der darauf in hohem Boden abflog und Glück hatte, sich dabei nicht ernsthaft zu verletzen. Allerdings schlug sich der Spanier das rechte Handgelenk an und sollte sich in dieser Woche in Barcelona weiteren medizinischen Untersuchungen unterziehen, wie aus der Repsol-Honda-Box verlautete. Zarco führte den Vorfall auf die schwierigen Bedingungen zurück.

„Es war ein sehr schwieriges Rennen“, resümiert der Zweitplatzierte. „Ich habe vom Start bis zum Ende mein Maximum gegeben. Marc (Marquez) und Jack (Miller; Anm. d. R.) lagen vorne und Dani auf dem dritten Platz und ich fühlte, dass ich ein besseres Tempo hatte und ich wollte den Anschluss an Jack und Marc nicht verpassen. Bei diesen kniffligen Bedingungen habe ich versucht, in Kurve 13 ein Überholmanöver zu starten.“

„Es gab eine gute Linie für die Rundenzeit und eine andere Linie innen, die auch trocken war. Also konnte ich das Manöver ausprobieren“, erklärt Zarco weiter. Allerdings sei es schwierig gewesen, das Motorrad zu stoppen. „Ich musste die Linie etwas weiter nehmen und kam auf die nassen Stellen. Es blieb mir nicht anderes übrig, als das Bike aufzustellen, um nicht zu stürzen – sonst hatte ich ihn getroffen und mitgerissen.“

Dass Pedrosa dennoch crashte, habe Zarco erst gar nicht registriert: „Das tu mir natürlich leid. Aber es gab diese nassen Stellen auf der Außenseite. Wir wussten, dass sie da sind. Aber wenn du überholen willst, musst du es versuchen, und als ich auf meiner Position angriff, war es trocken. Ich habe ihn auch nicht berührt, ich bin wie er eine etwas weitere Linie gefahren, um sitzen zu bleiben. Er hatte einfach Pech auf den feuchten Stellen.“

Eine Strafe wie für Marquez, der ähnlich aggressiv gegen Aleix Espargaro (Aprilia) und Valentino Rossi (Yamaha) fuhr, gab es für Zarco nicht. Pedrosa zeigte sich enttäuscht: „Über das Rennen gibt es nicht viel zu sagen. Ich denke, wir haben am Wochenende einen tollen Job gemacht. Doch mein Rennen war vorbei, noch bevor ich die erste Runde beenden konnte. Die Renndirektion muss sich das ansehen, denn die Sicherheit der Fahrer ist wichtig.“

Text von Juliane Ziegengeist

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