Brad Binder - © KTM

© KTM – Brad Binder und Jack Miller belegten am Portimao-Sonntag die Plätze vier und fünf

(Motorsport-Total.com) – Für das KTM-Programm in der Königsklasse der Motorrad-Weltmeisterschaft war der Grand Prix von Portugal in Portimao vor allem in Bezug auf das Rennergebnis am Sonntag ein Erfolg.

Das Wochenende als Ganzes war für das MotoGP-Programm aus Österreich aber kein einfaches.

Die beiden KTM-Werkspiloten Brad Binder und Jack Miller kamen im Grand Prix am Sonntag als Vierter und Fünfter ins Ziel. Mit P4 war Binder aber nicht der bestplatzierte Fahrer auf einer RC16. Das nämlich war Pedro Acosta (Tech3-GasGas) auf dem dritten Platz. Auf dem Weg zum ersten Podestplatz seiner MotoGP-Karriere überholte Acosta am Sonntag unter anderem Miller und Binder.

„Glückwunsch an Pedro“, sagt KTM-Teammanager Francesco Guidotti und stellt heraus: „Das ist ein gutes Zeichen, dass das Material gut funktioniert und wir ein gutmütiges Motorrad haben, das für unterschiedliche Fahrstile funktioniert. Als Hersteller dürfen wir mit unserer bisherigen Arbeit zufrieden sein.“

„Die am Sonntag herausgefahrenen Positionen zeigen, dass wir nicht so schlecht sind. Ja, der Rückstand könnte kleiner sein und das Fahrgefühl der Piloten könnte insgesamt besser sein, aber wir haben wichtige Punkte eingefahren“, so Guidotti, nachdem drei KTM RC16 in den Top 5 des Portugal-Grand-Prix abgeschlossen haben.

Wie erging es hinter Pedro Acosta den beiden KTM-Werkspiloten? „Ehrlich gesagt war das ein richtig schwieriges Wochenende“, sagt Brad Binder. „Jedes Mal, wenn ich pushen wollte, hatte ich Probleme, weil mir das Vorderrad wegzurutschen drohte. Und jedes Mal, wenn ich das Gas aufgedreht habe, hatte ich Vibrationen und hatte deshalb Probleme, gut aus den Kurven heraus zu beschleunigen.“

„Dass ich im Rennen Vierter geworden bin, das hatte auch mit Glück zu tun“, gibt Binder offen zu. Damit spricht der Südafrikaner darauf an, dass er ohne die Kollision der Ducati-Fahrer Francesco Bagnaia und Marc Marquez und ohne den Getriebedefekt an der Aprilia von Maverick Vinales wohl nur Siebter geworden wäre. Binder spricht sogar ganz offen einem „fürchterlichen Wochenende, das dann doch noch ein ganz gutes Ende genommen hat“.

Jack Miller, der am Sonntag als Fünfter einen Platz hinter Binder ins Ziel kam, obwohl er fünf Plätze vor ihm gestartet war, sagt: „Es war ganz okay. Ich habe versucht so gut es ging an den Jungs vor mir dranzubleiben, hatte aber nicht ganz das Tempo wie ich es im Sprint hatte. Vor allem im letzten Sektor der Strecke hatte ich [am Sonntag] Probleme und habe zu viel Zeit verloren.“

Ähnlich wie Binder, beschreibt Miller das Problem mit einer nicht optimalen Traktion am Kurvenausgang: „Beim Herausbeschleunigen aus der vorletzten Kurve bis zur Einfahrt in die letzte Kurve hätte ich eine bessere Haftung gebrauchen können. Daran müssen wir arbeiten.“

„Insgesamt“, so Miller weiter, „war es aber trotzdem ein positives Wochenende, an dem wir uns in allen Bereichen verbessert haben. Auf diesem Ergebnis können wir jetzt aufbauen. Wir haben ein fantastisches Motorrad, das jede Menge Potenzial in sich trägt. Wir müssen es nur noch schaffen, das Maximum tatsächlich auch abzurufen.“

So gut das Resultat für KTM am Sonntag war, so schlecht lief es am Samstag vor allem für Brad Binder. Im Sprint ist er an siebter Stelle fahrend in Kurve 13 gestürzt und musste aufgeben. Genau in derselben Kurve war er wenige Stunden zuvor schon im Qualifying gestürzt.

Die Konsequenz war, dass Binder seine Q2-Zeit mit dem Ersatzmotorrad fahren musste. An diesem hatte der Reifen „überhaupt keine Performance und daher null Grip“, wie er sagt. In der Startaufstellung für beide Rennen (Sprint und Grand Prix) war Binder deshalb nur Zehnter, wohingegen Miller als Fünfter und Acosta als Siebter in die Rennen gingen.

In der aktuellen MotoGP-Gesamtwertung 2024 ist Brad Binder trotz seiner Nullnummer vom Samstag immer noch WM-Zweiter, jetzt aber hinter Jorge Martin, der Francesco Bagnaia an der Tabellenspitze abgelöst hat. Jack Miller liegt auf dem neunten Tabellenplatz, während Pedro Acosta nach seinem ersten Podestplatz schon WM-Fünfter ist.

Acostas Tech3-Teamkollege Augusto Fernandez hat am Portimao-Sonntag seine ersten Punkte der Saison eingefahren. Damit liegt er derzeit aber noch außerhalb der Top 15 der WM-Tabelle.

Text von Mario Fritzsche, Co-Autor: Oriol Puigdemont

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