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© MZ - Karriereende wegen Geldmangels: Anthony West kehrt nach Australien zurück

Das durch die Einführung der Claiming-Rule-Teams (CRT) angewachsene Starterfeld der MotoGP droht bereits vor dem Saisonstart schon wieder zu schrumpfen. Nachdem Yonny Hernandez offenbar nicht die notwenigen Sponsorengelder für seinen Platz bei BQR auftreiben konnte, scheint nun Anthony West das selbe Schicksal zu ereilen. West sollte 2012 eigentlich für Speed Master auf einer CRT-Aprilia starten, verfügt aber nicht über die geforderte finanzielle Mitgift.

„Ich werde in diesem Jahr nicht in der MotoGP oder in irgendeinem anderem Rennen starten, da ich nicht die Sponsoren finden kann, um das Speed-Master-Team zu bezahlen“, schreibt West auf seiner Facebook-Fanpage. Da sämtliche Teams finanzielle Forderungen an in Frage kommende Piloten stellten, könnten es sich nur reiche Fahrer leisten, in einer der drei Weltmeister-Klassen zu fahren.

West ließ laut eigener Aussage nichts unversucht, um die von Speed Master geforderten 250.000 Euro aufzutreiben. So habe er sein Auto und sein Haus zum Verkauf angeboten – letzteres hätte sogar als Sicherheit dienen sollen, falls er nicht genug Geld gefunden hätte. Doch am Freitag erklärte der Australier, der angibt, nach wie vor auf Gehaltszahlungen seines ehemaligen Teams MZ zu warten, alle Finanzierungsversuche für gescheitert.

„Ich werde höchstwahrscheinlich gar keine Rennen mehr fahren und nach Australien zurückkehren, um einen normalen Job zu finden“, kündigt West an. Neben West beklagte sich in Sergio Gadea zuletzt ein weiterer erfahrener Grand-Prix-Pilot über die Tatsache, dass immer mehr Fahrer Geld für einen Platz bei einem WM-Team mitbringen müssten.

Text von Lennart Schmid

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