© Yamaha - Ben Spies wechselt 2011 ins Yamaha-Werksteam, wo Lorenzo wartet

Für Ben Spies gilt es 2011, seine Leistungen an der Seite des derzeit stärksten MotoGP-Piloten zu beweisen. Der US-Amerikaner wechselt nach einer starken Debütsaison bei Tech3-Yamaha zum Yamaha-Werksteam, wo Weltmeister Jorge Lorenzo wartet. Wenn es darum geht, die Ziele für die „Saison der Wahrheit“ zu formulieren, bleibt der Superbike-Champion 2009, der 2010 beim Heimrennen in den USA auf der Pole stand, realistisch.

„Ich will das schaffen, was mir noch gelungen ist“, erklärt er gegenüber ‚Cycle News‘. „Ich will ein Rennen gewinnen.“ Er weiß, dass er sich noch Respekt erarbeiten muss: „Ich bin definitiv nicht die Person, mit der sofort jeder rechnet, doch wir werden versuchen, dorthin zu kommen.“ Dennoch ist die Zeit der Ausreden vorbei: „Das ist das erste Jahr seit langem, in dem ich nicht der junge Kerl bin, der noch Strecken lernen muss. Ich habe keine Ausreden mehr, also müssen wir uns verbessern.“

Der Respekt vor dem Weltmeister, der es geschafft hat, sogar Valentino Rossi bei Yamaha zu verdrängen, ist groß: „Er ist nächstes Jahr der gefährlichste Kerl. Wir wissen ja, dass er ein großartiges Motorrad hat. Über ihn als Piloten kann man nur Gutes sagen. Als er dieses Jahr nachlegen musste, legte er nach. Und als er runterschalten musste, dann ließ er etwas nach.“

Wo Spies Defizite hat

Doch auch die andere MotoGP-Stars hat er auf der Rechnung: „Casey wird schnell sein, Valentino hat bei Ducati sehr viel Arbeit vor sich, doch ich würde nie Geld gegen ihn setzen. Es gibt 16 oder 17 Fahrer da draußen, die schnell sind, doch bei Jorge kann man sich sicher sein. Er ist der Fahrer, der immer ins Schwarze trifft.“

Für Spies gilt es nun, sich an das Niveau des Weltmeisters anzunähern. Er weiß auch schon, wo er ansetzen muss: „Wir müssen in den ersten Runden besser sein, den Reifen mehr vertrauen. Daran muss ich arbeiten und ich habe kein Problem, das zuzugeben. In der Mitte und am Ende des Rennen waren wir gut, doch das hilft nichts, wenn du in der 20. Runde schon zehn Sekunden Rückstand hast. Ich muss einfach mehr Vertrauen finden und Erfahrung sammeln – das ist der Schlüssel.“

Wird 2012 Spies‘ Jahr?

Auch wenn Spies sich selbst unter Druck setzt und sich keine Lernphase mehr zugesteht, sieht er seine große Chance erst 2012 – wenn der Hubraum der MotoGP-Motoren von 800 auf 1.000 ccm vergrößert wird. „Darauf freue ich mich“, verweist er auf seine Erfahrungen mit größerem Hubraum in seiner höchsterfolgreichen Superbike-Vergangenheit.

„Die Art und Weise, wie ich fahre, wie ich das Motorrad zum Arbeiten bringe, harmoniert besser mit einem größeren Hubraum. Es ist ein anderer Fahrstil. Das ist gut für die Serie und gut für die Fans“, kann er der Reglementänderung nur positives abgewinnen. Einen gewissen Eigennutz kann er sich nicht verkneifen: „Ich werde davon vielleicht mehr profitieren als andere Fahrer, doch es wird auch andere geben, die dann durchstarten werden.“

Auch auf Materialseite könnte die Veränderung gewissen Herstellern mehr entgegen kommen als anderen: „Manche Hersteller könnten vor anderen liegen und ich hoffe, dass Yamaha bereits an der 1.000ccm-Maschine arbeitet.“

Text von Sven Haidinger

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