© Yamaha - Yamaha-Pilot Ben Spies war am Mittwoch der fleißigste Fahrer

Yamaha-Pilot Ben Spies war am zweiten Testtag in Valencia mit 75 Runden der fleißigste Fahrer. Da Jorge Lorenzo verletzungsbedingt nicht dabei war, musste Spies die Arbeit alleine erledigen. Am Mittwoch testete der Texaner zwei unterschiedliche Rahmen, spielte mit der Geometrie und einer Reihe von Abstimmungsvarianten. Die gesammelten Informationen werden über die Winterpause von den Ingenieuren in Japan analysiert. Bis zum nächsten Test in Sepang soll das Paket der M1 verfeinert werden.

Am Mittwoch lautete die persönliche Bestzeit von Spies 1:32.338 Minuten. Damit fehlte ihm eine halbe Sekunde auf die Konkurrenz aus dem Hause Honda. „Mit dem Motorrad ist nichts falsch. Es gibt aber noch viele Bereiche in denen wir uns verbessern können. Wenn wir das schaffen, dann summiert sich das und wir werden in Malaysia ein viel besseres Paket haben.“

„Wir müssen aber auch noch in andere Richtungen arbeiten. Wir haben einige Ideen und müssen noch einige Sachen lösen. Wenn ich auf diesen Test blicke, dann sind wir der Spitze viel näher als mit der 800er. Das ist nicht schlecht“, findet Spies. „Wir haben einen guten Startpunkt, aber wir müssen das Motorrad noch verbessern und vielleicht etwas anderes probieren.“

Die Schwachstelle der M1 liegt noch beim Herausbeschleunigen aus Kurven. „Die Wheelies könnten ein Problem ein, aber das hatten wir auch schon mit der 800er. Wir haben diesen Charakter auf die 1.000er übernommen, aber nicht so stark, wie ich gedacht hatte. Das könnte eine Schwäche sein. Den Grip müssen wir auch noch verbessern. Die Stabilität und die Frontpartie des Motorrades fühlen dagegen sich großartig an.“

„Wir müssen die kleinen Probleme lösen und das kann man auf verschiedene Arten machen. Wheelies können viele Ursachen haben. Das müssen wir uns noch genau ansehen. Ich habe viel Feedback gegeben und wir werden noch lange Meetings haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein gutes Motorrad haben werden. Wir müssen das Paket noch verbessern, vielleicht finden wir noch etwas.“

„Wir brauchen mehr Konstanz. Am Kurvenausgang müssen wir noch arbeiten. Wenn wir das schaffen, machen wir einen großen Sprung, weil die Frontpartie großartig ist. Wir müssen noch am Heck arbeiten. Ich habe gehört, dass Leute vorne und hinten Probleme haben, also ist es nicht so schlecht. Es ist ein neues Motorrad. Es war natürlich nicht ganz ideal, weil Jorge eine zweite Meinung abgeben hätte können. Trotzdem denke ich, dass wir keinen schlechten Job gemacht haben. Wir haben viele radikale Dinge ausprobiert, um Daten zu sammeln.“

Chattering ein generelles Problem

Chattering wurde von allen Fahrern in den Mund genommen. Speziell Honda-Pilot Caseyx Stoner hatte starke Vibrationen. „Ich hatte kaum Probleme mit dem Vorderreifen“, sagt Spies. „Man kann jetzt nicht sagen, dass es an den Bridgestone-Reifen, oder an Yamaha liegt, denn es gibt ein generelles Problem mit Chattering. Wie wir das lösen können, weiß ich noch nicht. Wie gesagt, es gibt noch Arbeit zu tun, aber ich denke das Potenzial ist da. Wir müssen nur alle Puzzlestücke zusammenfügen.“

Die neuen Bridgestone-Reifen, die über eine andere Charakteristik verfügen, waren in Valencia auch ein großes Thema. „Ich hatte keine großen Probleme. Die Reifen lassen etwas mehr nach als jene der abgelaufenen Saison. Bei der Sicherheit ist es ein Fortschritt, weil sie besser auf Temperatur kommen“, sagt Spies. „Der Reifen funktioniert in der Anfangsphase sehr gut. Wenn du am Ende stürzt, dann liegt es am Fahrer. Die Konstanz ist gut. Ich bin mit Reifen gefahren, die schon mehr als 30 Runden alt waren und ich war immer noch in der gleichen Sekunde.“

Teammanager Massimo Meregalli ist mit den Resultaten der Testfahrten zufrieden. „Es war ein ssehr guter Test. Wir haben viele Daten gesammelt und haben endlich die Informationen, die wir aufgrund von Verletzungen oder Absagen nicht sammeln konnten. Unsere Arbeit war gut. Wir haben das Programm erledigt und sind zufrieden. Es gibt natürlich noch viel Arbeit zu erledigen, aber es war positiv.“

„Die Daten werden jetzt in Japan analysiert werden und hoffentlich sehen wir den nächsten Schritt im Januar. Ben hat sehr gut gearbeitet. Ich habe ihn bei einem Test noch nie so fokussiert gesehen. Das war die beste Art, um die neue Saison zu starten.“

Text von Maximilian Kroiss & Gerald Dirnbeck

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